Neue OZ: Kommentar zu Alexander Pereira
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Alexander Pereira beklagt, es werde zu viel über Geld und zu wenig
über Kunst geredet - also reden wir über Kunst. Zum Beispiel über den
Start der neuen Ära bei den Salzburger Festspielen. Eine
"Zauberflöte" als Startschuss geht in Ordnung, wenn der Abend zum
Knaller wird. Aber ausgerechnet Nikolaus Harnoncourt hat Pereira den
Start vermiest, indem er sich jeglicher Klangsinnlichkeit so
konsequent verweigert hat, dass der erste Salut zum Rohrkrepierer
wurde.
Danach gab es dann aber geglückte Momente - interessanterweise
waren Bernd Alois Zimmermanns sperrige "Soldaten" die am meisten
umjubelte Produktion. Darin zeigt sich, wie sehr sich das Publikum an
der Salzach mittlerweile mit der Moderne angefreundet hat - nicht
zuletzt dank der Arbeit des einstigen Musikchefs Markus Hinterhäuser.
Der hatte die zeitgenössische Musik in klug konzipierten Reihen
präsentiert, während Pereira die Moderne ein wenig unlustig abspulte.
Dabei wäre das ein Segment, in dem er den Vorwurf entkräften könnte,
ihm wäre mehr an Glamour und Geld als an Kunst gelegen.
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Datum: 31.08.2012 - 22:00 Uhr
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