Dirk Niebel unterstützt Plans Kampagne zur Geburtenregistrierung /
Bundesentwicklungsminister besucht Kinderhilfswerk und unterschreibt Petition
ID: 712320
Uhr
Jedes Kind braucht einen Identitätsnachweis. Deshalb setzt sich
Bundesminister Dirk Niebel vom Ministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit seiner Unterschrift für die
globale Kampagne des Kinderhilfswerks Plan zur Geburtenregistrierung
ein. Zum Abschluss seines Besuchs am Montagnachmittag im Plan-Büro in
Hamburg unterzeichnete er die Petition "Count every child - Jedes
Kind zählt", die die Kinderrechtsorganisation im Herbst an die
Vereinten Nationen (UN) übergeben wird. Plan will erreichen, dass die
UN das Thema zur globalen Priorität erheben. Weltweit werden jedes
Jahr immer noch rund 50 Millionen Neugeborene nicht erfasst. Ohne
Registrierung bleiben diese Kinder "unsichtbar" - wie auch Millionen
Staatenlose. Ihnen werden viele grundlegende Rechte verwehrt.
Bundesminister Dirk Niebel ist überzeugt: "Plan International ist
federführend in der Förderung von Geburtenregistrierungen. Nicht
umsonst hat sich das UN-Flüchtlingskommissariat Plan als globalen
Kooperationspartner ausgesucht - und greift damit auf die langjährige
Expertise des Kinderhilfswerks zurück. Gerne unterstütze ich die
Kampagne ,Count Every Child' zur weltweiten Registrierung von
Geburten mit meiner Unterschrift."
Dr. Werner Bauch, Vorstandsvorsitzender Plan Deutschland, begrüßte
den Bundesminister im Büro der Kinderrechtsorganisation in Hamburg
und sagte: "Wir danken Bundesminister Dirk Niebel, dass er sich einem
so gewichtigen Thema wie der Geburtenregistrierung angenommen hat.
Sein Besuch bei Plan unterstreicht auch, dass das BMZ offen ist für
den Dialog mit der Zivilgesellschaft - also auch für Plan als
unabhängige Nichtregierungsorganisation."
"Bundesminister Dirk Niebel setzt mit seiner Unterschrift unter
die Petition ein starkes Signal", sagt Maike Röttger,
Geschäftsführerin Plan Deutschland. "In Deutschland ist eine
Geburtsurkunde selbstverständlich. Vielen Menschen ist jedoch nicht
bewusst, was passieren kann, wenn Kinder keinen Identitätsnachweis
haben. Vor allem Mädchen laufen Gefahr, in Krisensituationen Opfer
von Übergriffen, Missbrauch oder Ausbeutung zu werden. Sie können oft
keine weiterführenden Schulen besuchen oder sich medizinisch
versorgen lassen. Das will Plan ändern, auch mit seiner Kampagne
,Count every child'."
Plan arbeitet seit 1998 gemeinsam mit Regierungen, um Eltern die
Registrierung einer Geburt zu erleichtern. Über die Kampagne "Count
every child" konnten bisher 40 Millionen Kinder, Jugendliche und
Erwachsene in 32 Ländern in nationale Geburtenregister eingetragen
werden.
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Datum: 03.09.2012 - 09:00 Uhr
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