Versorger: Energiehandel wird Wachstumstreiber
ID: 713242
geht das Management davon aus, dass die Tätigkeitsfelder
Energiehandel und -beschaffung bis 2014 an Bedeutung für das
Gesamtergebnis gewinnen - ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten seit
der letzten Erhebung 2010. Grund ist der steile Aufwärtstrend der
Energiepreise, die gleichzeitig stark schwanken. Eine geschickte
Einkaufspolitik kann so erhebliche Gewinnspannen eröffnen. Allerdings
macht diese Form des Stromhandels ein professionelles
Risikomanagement notwendig. Das ergibt die Studie "Branchenkompass
2012 Energieversorger" von Steria Mummert Consulting in
Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.
Energieversorger haben einen geringeren Spielraum zur
Preisgestaltung als oft angenommen: Fast zwei Drittel der Kosten für
Verbraucher ergeben sich aus extern verursachten Fixkosten wie
Netznutzungsgebühren, staatlich festgelegten Abgaben und Steuern. Nur
knapp 35 Prozent des Strompreises ergeben sich tatsächlich aus dem
Herstellungs- beziehungsweise Anschaffungspreis. Da dies der einzige
Bestandteil des Endpreises ist, den die Anbieter aktiv beeinflussen
können, müssen sie hier massive Vorteile erzielen, um eine spürbare
Gewinnsteigerung oder eine Kostenreduktion für ihre Kunden zu
erreichen.
Diese Konstellation ist ein Grund, warum Beschaffungs- und
Handelspreise verstärkt in den Blick des Managements rücken. 60
Prozent der Entscheider in der Energiebranche sehen hierin einen
immer wichtigeren Faktor für den Erfolg ihres Unternehmens. Die
Energieexperten von Steria Mummert Consulting erläutern die
Situation: "Bei den Energieversorgern hat der Preiskampf eingesetzt
und die Unternehmen müssen zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten, um
ihre Kunden zu halten. Deshalb haben die Beschaffungspreise und die
Beschaffungsstruktur inzwischen eine solch immense Bedeutung."
Für eine große Anzahl der Energieversorger bedeutet dies, dass
sie, bezogen auf ein professionelles Beschaffungsportfoliomanagement,
Neuland erkunden müssen. Das Stromgeschäft besteht heute nicht mehr
nur aus Energieerzeugung und Netzbetrieb, sondern auch zu einem
merklichen Teil aus Geschäften an der Strombörse. Die
Energieversorger begegnen dieser Aufgabe mit dem nötigen Respekt: 74
Prozent der Unternehmen investieren in ein Risikomanagement im
Beschaffungsbereich, inklusive der dazugehörigen
Liquiditätssteuerung. Auf diese Weise soll zum einen die
Einsatzbereitschaft bei günstigen Kursen gesichert werden, zum
anderen sollen so riskante Spekulationen von vornherein
ausgeschlossen werden.
Hintergrundinformationen zur Studie http://bit.ly/TjfLh4
Im April und Mai 2012 befragte das Marktforschungsinstitut forsa für
Steria Mummert Consulting Entscheider aus 100
Energieversorgungsunternehmen Deutschlands zu den Branchentrends
sowie zu Strategien und Investitionszielen bis 2014. Die Entscheider
repräsentieren die wichtigsten Gruppen der deutschen
Energieversorgung: die Stadtwerke, die Regionalversorger und die
großen Energiekonzerne. Befragt wurden vor allem Vorstandsvorsitzende
und -mitglieder, Geschäftsführer, Leiter von Finanzen und
Controlling, kaufmännische Leiter sowie Vertriebs- und
Marketingleiter. forsa führte die Befragung in Form von Computer
Assisted Telephone Interviewing (CATI) durch.
Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de
Faktenkontor
Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 253 185-111
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de
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Datum: 04.09.2012 - 10:00 Uhr
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