Sozialgericht verpflichtet Krankenkasse zur Kostenübernahme - CMG für schwangere Diabetikerinnen
ID: 717390
Eine Information des Deutschen Schutzverband gegen Diskriminierung e.V.
Wir sind gegen Diskriminierung(firmenpresse) -
Jena, 10. September 2012. Wenn die Krankenkasse einer schwangeren Frau die Kostenübernahme für eine kontinuierliche Glukosemessung (CMG) verweigert, hilft der Gang zum Sozialgericht (SG), berichtet der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. (DSD). Immer mehr Gerichte verpflichten die Kassen zur Zahlung.
Gerade für schwangere Diabetikerinnen ist eine kontinuierliche Glukosemessung (CMG) wichtig, um schwankende Blutzuckerwerte in den Griff zu bekommen. Immer wieder lehnen Krankenkassen die Kostenübernahme für CMG ab. "Eine sehr beschämende Angelegenheit", sagt Uwe G. C. Hoffmann, der Geschäftsführer des DSD. "Wenn es um die Gesundheit von Mutter und Kind geht, dürfen Kostenüberlegungen keine Rolle spielen." Immer mehr Sozialgerichte verpflichten die Kassen zur CMG-Kostenübernahme. So z. B. das SG Berlin, das die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) diesbezüglich verpflichtet hat (Az: S 210 KR 1384/12 ER).
Ablehnungspraxis der Krankenkassen untragbar
Viele Kassen weigern sich nach wie vor die Kosten für die CMG zu übernehmen. Dies sei geradezu grotesk, wenn Kassen mit besonderen Bonusprogrammen für Schwangere und junge Mütter werben, gleichzeitig aber bei schwangeren Diabetikerinnen die Beeinträchtigung der körperlichen Integrität billigend in Kauf nehmen, sagt der Deutsche Diabetiker Bund. Der Blutzucker muss gerade in der Schwangerschaft optimal eingestellt sein. Besonders wichtig ist die Vermeidung von Unterzuckerungen. Die Erfahrung zeigt aber, dass dieses Therapieziel mit herkömmlichen Blutzuckermessungen nicht zu erreichen ist.
Lassen Sie sich nicht von der Kasse vertrösten
Schwangere Diabetikerinnen dürfen sich von ihrer Krankenkasse in der Hoffnung auf eine positive Entscheidung nicht vertrösten lassen. Hoffmann: "Gehen Sie lieber gleich zum Sozialgericht. Die Liste der positiven Entscheidungen ist schon sehr lang. Und sehr oft entscheiden die Richter im Eilverfahren, denn es geht um die Gesundheit des ungeborenen Kindes und der Mutter."
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V.
Der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung setzt sich für Menschen ein, die sich durch Behörden oder Unternehmen ungerecht behandelt fühlen, die bei ihrer Berufswahl aus böswilligen Gründen oder Vorurteilen benachteiligt wurden oder die durch den Staat oder seine Entscheidungen ins soziale Abseits gedrängt werden.
Besonders betreut werden Hartz IV-Empfänger, die eine kostenlose Erstberatung ihrer Fälle durch spezialisierte Anwälte erhalten.
all4press
Erich Jeske
Martinskloster 3
99084 Erfurt
info(at)all4press.de
0361 55 06 710
http://www.all4press.de
Datum: 10.09.2012 - 10:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 717390
Anzahl Zeichen: 2172
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Uwe G. C. Hoffmann
Stadt:
Jena
Telefon: 03641 87611 59
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 550 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Sozialgericht verpflichtet Krankenkasse zur Kostenübernahme - CMG für schwangere Diabetikerinnen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V. (DSD) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Jena, 18. Juli 2012. Die Bertelmann Stiftung hat Ende März eine Studie veröffentlicht, die belegt, dass Leiharbeiter diskriminiert werden. Die "entliehenen Beschäftigten" verdienen manchmal gerade die Hälfte der Stammbelegschaft, weiß auch der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminier
Rechtsanwalt will beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte klagen:"Stoppt die Hundesteuer." ...
Jena, 2. Juli 2012. Im Jahr 2010 kassierte der deutsche Staat knapp 260 Millionen Euro Hundesteuer. Dass Hunde in Deutschland besteuert werden, ärgert Frauchen und Herrchen schon lange. Ein Rechtsanwalt, der die Hundesteuer für diskriminierend hält, will nun beim Europäischen Gerichtshof für Me
Stillende Mütter bekommen keine höheren Hartz IV-Sätze. ...
Jena, 19. Juni 2012. "Nur" weil eine Hartz IV-Empfängerin ihren Säugling stillt, hat sie noch keinen Anspruch auf einen Mehrbedarf, entschied das Sozialgericht Wiesbaden. Während der Schwangerschaft, so der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. (DSD), gibt es jedoch einen h
Weitere Mitteilungen von Deutscher Schutzverband gegen Diskriminierung e.V. (DSD)
Oberlandesgericht verurteilt POKON Unternehmensgruppe ...
München/Schleswig, 07.09.2012 – Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht hat die im Bereich regenerativer Energien tätige POKON Unternehmensgruppe wegen irreführender Werbeangaben in ihrem Prospekt verurteilt. "Anleger, die sich über die vermeintliche Sicherheit der Geldanlage getäu
Kündigungsfristen bei Ansparfonds: Anlegerfreundliches BGH-Urteil ...
Erfurt, 10. September 2012. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat eine 31-jährige Vertragsbindung an einen Anspar-Fonds als unzulässig erklärt (Az.: II ZR 205/10). Wie der Deutsche Verbraucherschutzring (DVS) e. V. mitteilt, kann diese BGH-Entscheidung für Anleger, die in Alt-Fonds feststecken, sehr n
Versicherungen für Berufseinsteiger ...
ARAG Experten schaffen einen Überblick über Pflichtversicherungen sowie wichtige und überflüssige Policen für Berufseinsteiger. Derzeit beginnt nämlich für zehntausende junger Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Der Start in das Berufsleben. Während Studenten in der Regel bis zum 25. Lebens
Einladung zur Pressekonferenz und Podiumsdiskussion der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion im Haus der Bayerischen Wirtschaft ...
(ddp direct) Sehr geehrte Damen und Herren, mit Spannung wird das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu ESM und Fiskalpakt am 12. September erwartet. 80 bis 90 Prozent der Bürger sowie die FREIEN WÄHLER und zahlreiche Organisationen, wie der Bund der Steuerzahler, die Familienunternehmer, die Z




