DGFP Kurzumfrage: Mobile Erreichbarkeit in der Freizeit
Unternehmen nehmen Regelung der Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter selbst in die Hand
Insgesamt denken rund 61 Prozent der befragten Personalmanager, dass es expliziter Regelungen bedarf, um die Erreichbarkeit von Mitarbeitern in ihrer Freizeit klar zu definieren. 34 Prozent halten betriebliche Regelungen für die beste Lösung gefolgt von Absprachen mit dem direkten Vorgesetzten, die von 16 Prozent befürwortet werden. Nur ein Prozent der Befragten schließt sich Bundesministerin Kristina Schröder an, die tarifvertragliche Vereinbarungen forderte. 35 Prozent der Personalmanager halten explizite Regelungen für unnötig und vertrauen hier auf die Eigenverantwortung von Mitarbeitern und Führungskräften.
Jeweils 22 Prozent der Unternehmen planen Appelle an Führungskräfte oder Mitarbeiter, außerhalb der üblichen Dienstzeiten keine E-Mails zu verschicken oder zu bearbeiten. In sechs bzw. fünf Prozent der Unternehmen bestehen diese Maßnahmen bereits. Die Weiterleitung von E-Mails zu bestimmten Uhrzeiten wird nur in zwei Prozent der Unternehmen verhindert. Insgesamt ein Drittel der Unternehmen plant oder verfügt über eine dieser Maßnahmen und reagiert somit bereits auf die vergleichsweise neuen Entwicklungen, die mit der Zunahme mobiler Arbeitsmöglichkeiten einher gehen und zunehmend nicht nur Führungskräfte betreffen. Am häufigsten werden von den befragten Unternehmen also Kommunikationsmaßnahmen gewählt, die Mitarbeitern und Führungskräften vermitteln, dass von Unternehmensseite keine ständige Erreichbarkeit erwartet wird.
49 Prozent der Befragten sind der Ansicht dass eine dauerhafte Erreichbarkeit in der Freizeit ganz sicher oder ziemlich wahrscheinlich einen Beitrag zur Entstehung eines Burnout-Syndroms leisten kann. Insbesondere diese Befragungsteilnehmer befürworten explizite Regelungen.
Ein ausführlicher Bericht wurde im DGFP-Portal veröffentlicht und ist nachzulesen unter www.dgfp.de/studien.
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Datum: 11.09.2012 - 14:35 Uhr
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