Ausbau der Hochschulkontakte - Professoren besuchen die Region Heilbronn-Franken

Ausbau der Hochschulkontakte - Professoren besuchen die Region Heilbronn-Franken

ID: 721663

Innovative Technologien und Unternehmen beeindrucken sowohlüber Tage als auch unter Tage




(PresseBox) - Bereits zum achten Mal veranstaltete die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) vom 9. bis 11. September 2012 das Internationale Hochschullehrer- und Professorentreffen um der Fachkräfteproblematik in der Region entgegenzuwirken. Teilnehmer von sieben Hochschulen aus dem ganzen Bundesgebiet besuchten an drei informativen und spannenden Tagen innovative Unternehmen aus dem Main-Tauber-Kreis und Heilbronn. Der Besuch im Salzbergwerk Kochendorf hinterließ dabei einen besonders bleibenden Eindruck.
Was es heißt, wenn es richtig "dunkel" wird
Ausgangspunkt der dreitägigen Veranstaltung war eine außergewöhnliche Befahrung des Salzbergwerks Bad Friedrichshall-Kochendorf. Thomas Mayerhöfer, Bereichsleiter Technik, der Südwestdeutschen Salzwerke AG ermöglichte den Teilnehmern einen spektakulären Einblick in die Welt unter Tage und die Herstellung des Salzes "in den orangenen Säcken". Die Professoren erfuhren dabei nicht nur sehr viel über die Historie des Salzabbaus im Neckartal, sie konnten die gewaltigen Maschinen auch hautnah betrachten. Am eindrucksvollsten war jedoch die Demonstration, bei der alle Teilnehmer ihre Grubenlampen ausschalten mussten um zu erleben was es heißt, wenn es richtig dunkel ist.
Der Ausklang des Abends wurde anschließend mit dem traditionellen Besuch des Heilbronner Weindorfs eingeläutet. Ein fast schon obligatorischer Termin des Professorentreffens, das immer am ersten Wochenende des Weindorfs stattfindet. Bei herzhaften Leckereien und edlen Tropfen aus der Region ließ man den Tag dann nochmals Revue passieren.
Die Hidden Champions des Main-Tauber-Kreises
Auch in diesem Jahr bekamen die Professoren einiges von der Region zu sehen. Die erste Station am Montag führte die Teilnehmer in den Main-Tauber-Kreis nach Igersheim-Harthausen zum Stammsitz der WITTENSTEIN AG. Das 1949 als Hersteller für Damenhandschuhe gegründete Unternehmen beeindruckte mit den vielen Einsatzmöglichkeiten seiner innovativen und leistungsfähigen Getriebe und Antriebssysteme unter anderem in der Förder- und Verfahrenstechnik, Medizintechnik oder auch Luft- und Raumfahrt. Karin Markert, zuständig für die Bereiche Ausbildung, Studium und Berufserkundung, vermittelte den Professoren den steigenden Bedarf an Fach- und Führungskräften des Unternehmens und erläuterte den "Pionier-Geist" der von der ganzen Belegschaft und Vorstandschaft um Dr. Manfred Wittenstein als "Entrepreneur des Jahres 2011" gelebt wird. Mit Blick auf die entstehende "Innovationsfabrik" und Rundgang durch die "WITTENSTEIN akademie" endete die Firmenbesichtigung bei der WITTENSTEIN AG.


Nächstes Tagesziel war die Wirthwein AG. Sehr herzlich wurden die Teilnehmer hier von den Vorständen Frank Wirthwein und Rainer Zepke begrüßt. Bei der anschließenden Firmenbesichtigung wurde deutlich, was vor etwa 60 Jahren mit der Herstellung achteckiger Holzpflöcke für den Bahnoberbau begann: Mit derzeit rund 2.300 Mitarbeitern und geplanten Standorten in Indien und den USA produziert Wirthwein heute komplexe Kunststoffteile und Werkzeugformen unter anderem für die Automobil- und Bahnindustrie oder Medizintechnik. Der familiäre Umgang und Begeisterung für die eigenen Produkte wird durch die Geschäftsführung erlebbar. Personalleiter Massimon de Vivo berichtet jedoch, dass es auch für Wirthwein als Global Player schwierig ist, geeignete Fachkräfte für das Unternehmen begeistern zu können, gerade auch wegen des Standortes im ländlichen Creglingen. Weitere wünschenswerte Kooperationen mit Hochschulen sollen folgen um den steigenden Personalbedarf in allen Bereichen des Unternehmens zu decken.
Am Abend konnten die Professoren nach dem bekanntesten Botschafter der Region - dem Wein - dann auch einen Einblick in die Braukultur der Region Heilbronn-Franken erhalten. Als eine der elf Privatbrauereien in der Region besichtigten die Teilnehmer die Distelhäuser Brauerei. Beim anschließenden Abendessen im gemütlichen Biergarten der "Alten Füllerei" genossen die Professoren bei frisch gezapftem Bier herzhafte Spezialitäten aus dem Taubertal.
Heilbronner Traditionsunternehmen löst Begeisterung aus
Am letzten Tag des 8. Internationalen Hochschullehrer- und Professorentreffens lud das Heilbronner Traditionsunternehmen, die ILLIG Maschinenbau GmbH & Co. KG, nach Heilbronn-Sontheim ein.
Als einer der wenigen Spezialisten und Weltmarktführer auf dem Gebiet der Thermoformung und Verpackungstechnik mit Gründung im Jahre 1946 in Heilbronn-Sontheim bot Karl Schäuble, Geschäftsführer von ILLIG einen spannenden Einblick in das Unternehmen. Nach einer Maschinenvorführung nahm Karl Schäuble die Teilnehmer mit auf eine Betriebsbesichtigung der besonderen Art bei der "anfassen" durchaus erlaubt war. Die Vielseitigkeit dieser Art der Kunststofftechnik und Fertigungstiefe des Unternehmens begeisterte die Professoren, die auch im Anschluss an die Betriebsbesichtigung großes Interesse äußerten und das Angebot von Herrn Schäuble über die zur Verfügungsstellung von Lehrmaterial gerne annahmen.
Beim anschließenden Mittagessen und der Feedbackrunde ließen die Professoren im angeregten Gespräch mit Karl Schäuble das diesjährige Professorentreffen ausklingen.
Erfolgreiche Veranstaltung - erste Kontakte konnten geknüpft werden
Ein Wiedersehen mit einem Teil der Unternehmen wird es wohl im November geben, wenn Professor Bothen der Hochschule Aschaffenburg auf Exkursion in die Region Heilbronn-Franken kommen wird. Auch Professor Kreutle der AKAD Stuttgart hat mit seinen Studenten zum Thema Nachhaltigkeitsmarketing ein Projekt in Zusammenarbeit mit der WITTENSTEIN AG vorgesehen. Fünf Professoren wünschen sich Lehr- und Anschauungsmaterial der Firma ILLIG für Ihre Hochschulen, Kollegen und Studenten.
Zielsetzung dieser Veranstaltung ist es, Vertreter der Hochschulen als Partner und Multiplikatoren zu gewinnen, um mit regionalen Unternehmen Kooperationen zu ermöglichen und somit die Region Studierenden und Kollegen als Wohn- und Arbeitsort weiter zu empfehlen.
Das 9. Hochschullehrer- und Professorentreffen findet vom 8.-10. September 2013 statt.

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Datum: 14.09.2012 - 13:58 Uhr
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