Schwäbische Zeitung: Grün-Rot muss sich beweisen - Kommentar
ID: 724193
Endlich wird nach jahrzehntelangem Laissez-faire im tatsächlichen
Handeln wie im Sprachgebrauch bemerkt, dass es sich nicht um Sparen
handelt, wenn eine Regierung statt beispielsweise zehn Milliarden nur
acht Milliarden Euro Schulden aufnimmt.
Endlich wird festgehalten, dass Schulden auch zurückbezahlt werden
müssen und deshalb Schulden die Handlungsspielräume in der Zukunft
ganz erheblich einschränken. Von den Oppositionsbänken ist es immer
einfach, wilde finanzpolitische Forderungen aufzustellen oder etwa
Etatkürzungen dort zu verlangen, wo die Oppositionsparteien die
wenigsten ihrer Anhänger vermuten. Dieses Gebaren haben alle Parteien
in Deutschland gemein, so wie etwa die Graugänse dem
Verhaltensforscher Konrad Lorenz gefolgt sind. Sitzt man aber auf der
Regierungsbank, ändern sich plötzlich die Zeiten. Das große Ganze
muss in den Blick, Partikularinteressen sollten keine Rolle mehr
spielen.
Grün-Rot hat es nun in Stuttgart in der Hand, die alten Klischees
als Geschwätz zu entlarven, dass Sozialdemokraten etwa nicht mit Geld
umgehen könnten. Sollten aber im kommenden Doppelhaushalt keine
Sparakzente erkennbar sein, die das Erreichen der Schuldenbremse
möglich machen, wäre das fatal für die noch unerfahrene Regierung.
Dann wird eine Binsenweisheit zur Gewissheit und die Quittung
spätestens am Wahltag ausgestellt.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 07561-80 100
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2012 - 21:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 724193
Anzahl Zeichen: 1719
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Leutkirch
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 244 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Grün-Rot muss sich beweisen - Kommentar"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Schwäbische Zeitung: Westerwelle und die Araber - Kommentar ...
Der deutsche Außenminister hat lange mit der Welt da draußen gefremdelt, in der er deutsche Interessen vertreten soll. Aber jetzt, nach drei Jahren im Amt, ist er angekommen, er nimmt Stellung. Westerwelles Rede am vergangenen Mittwoch im Bundestag, noch vor den Eskalationen um das Mohamme
Rheinische Post: Reiche Kassen Kommentar Von Eva Quadbeck ...
Die Entscheidung der Techniker Krankenkasse für eine Prämienauszahlung an ihre Mitglieder zeigt, wie schwierig es ist, im gesetzlichen Krankenversicherungssystem echten Wettbewerb herzustellen. Grundsätzlich ist die Entscheidung der Kasse zu begrüßen, dass sie ihr Geld nicht hortet, sondern
Rheinische Post: Labiles China Kommentar Von Matthias Beermann ...
In China kocht der Volkszorn, toleriert, ja sogar geschürt von der Staatsführung. Es geht um einen Territorialstreit zwischen Peking und Tokio um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. Menschen leben dort zwar nicht, aber möglicherweise gibt es Öl- und Gasvorkommen. Offenbar Grund genug f
Rheinische Post: Wer hilft den Helfern in NRW? Kommentar Von Ulli Tückmantel ...
Werden bei einem Banküberfall in NRW zehn Geiseln genommen, bekommt die örtliche Polizei sofort Hilfe von oben. Müssen aber 10.000 Menschen vor einer Bombensprengung in Sicherheit gebracht werden, ist das örtliche Rathaus zunächst alleine zuständig. Das kann glimpflich ausgehen wie in Vierse




