Gut wohnen in jedem Alter
- GEWOBAG und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg präsentierten gestern im Rathaus Schöneberg ihre Projektergebnisse im Rahmen des Bundesmodellvorhabens"Altersgerecht umbauen".- Wichtige Erkenntnisse: Bereits kleine bauliche Maßnahmen schaffen eine deutliche Entlastung und erhöhen die Bequemlichkeit beim Wohnen - ohne dass dies mit großen Mietsteigerungen verbunden sein muss. Dort wo technische Lösungen nicht möglich sind, gleichen soziale Leistungen aus.
Neue Konzepte sind gefragt
Wohnen im Alter ist ein besonderes Anliegen des kommunalen Wohnungsunternehmens GEWOBAG und das nicht erst seit heute. Das kommunale Wohnungsunternehmen unterhält 40 Seniorenhäuser mit rund 3.900 Wohnungen. Damit befindet sich jede fünfte Berliner Wohnung in Seniorenwohnhäusern im Besitz der GEWOBAG. Die Häuser stammen überwiegend aus den 60er und 70er Jahren. Wenngleich einige Bewohner möchten, dass alles so bleibt wie es ist, zeichnet sich bereits jetzt eine veränderte Nachfrage ab. Nach heutigen Maßstäben gelten andere Voraus-setzungen für seniorengerechtes Wohnen als noch vor Jahrzehnten. Diese beginnen bei deutlich höheren Ansprüchen an barrierearme Zugänge und hören bei Erwartungen an eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung noch lange nicht auf. Neue Konzepte sind gefragt.
Im Fokus: vier Seniorenhäuser im Bezirk Tempelhof-Schöneberg
Im Rahmen des Bundesmodellvorhabens "Altersgerecht umbauen" entwickelte die GEWOBAG für vier Seniorenhäuser im Bezirk Tempelhof-Schöneberg beispielhafte Lösungen, die zeigen, wie sich modernes barrierearmes Wohnen in Verbindung mit Unterstützungsleistungen ohne erhebliche Mietsteigerungen realisieren lassen. Erfreulicherweise zeigte sich, dass auch mit kleineren Maßnahmen schon viel erreicht werden kann. Wo technische Lösungen nicht möglich sind, kann über soziale Angebote ein Ausgleich geschaffen werden.
Überhaupt lag auf der Vernetzung im Quartier und Nachbarschaften von Jung und Alt ein zentraler Fokus des Mo-dellvorhabens. So verfügt das Seniorenwohnhaus am Lich-tenrader Damm 51-57 nicht nur über ein Pflegeangebot, sondern kooperiert auch mit einem benachbarten Familien-zentrum. In der Winterfeldtstraße 70 wurde ein altersge-rechter Garten angelegt, im Westphalweg 7 eine beispielhafte Gestaltung von Eingangsbereichen und Fluren reali-siert. In der Bülowstraße 94 entsteht bis Ende des Jahres eine freundliche Foyergestaltung mit einem Conciergetresen. Es wurden darüber hinaus Konzepte zur Umsetzung neuer Formen des gemeinschaftlichen Wohnens entwickelt. Die GEWOBAG ist diesbezüglich mit einigen Gruppen im Gespräch.
Erarbeitete Matrix bietet praktische Arbeitsgrundlage, um gesamten Wohnungsbestand barrierearm auszurichten
Viele Maßnahmen sind nicht nur für ältere Menschen eine gute Sache, sondern für jedes Alter: Dazu gehören großzügig gestaltete Küchen und Bäder, helle angenehme Farben und lichte Flure. Das ist auch ganz im Sinne der GEWO-BAG, die eine lebendige Mischung in Quartieren hat und auch weiterhin anstrebt. Auf Basis einer im Bundesmodell-vorhaben erstellten Matrix wird künftig bei jeder baulichen Maßnahme geprüft, wie altersgerechte Anpassungen mitre-alisiert werden können.
GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema zu den Ergebnissen:
"Das Berliner Modellvorhaben hat es uns ermöglicht, gemeinsam mit unseren Partnern ausgewählte Immobilien in-tensiv zu untersuchen und auf den gesamten Wohnungs-bestand übertragbare Ergebnisse zu gewinnen..Es hat sich unter anderem gezeigt, dass eine ressortübergreifende gemeinsame Betrachtung der baulichen, sozialen und finan-ziellen Möglichkeiten sehr effizient ist, da sich die Leistungen oder Maßnahmen oft ergänzen. Nicht immer ist es "die große Maßnahme allein", die zum Ziel führt. Wichtig ist ein methodisches Vorgehen mit dem Ziel, übergreifende Konzepte zu entwickeln. Wohnen im Alter ist für die GEWOBAG auch künftig ein zentrales Thema, denn die Berliner Bevölkerung wächst nicht nur, sondern wird immer betagter. Und da heißt es hier und jetzt: Neue Konzepte müssen her, damit so viele ältere Menschen wie irgendwie möglich bei uns altersgerecht leben können. Dies geht nur Hand in Hand mit unseren Partnern. Denn die Aufgabe ist komplex und nur gemeinsam zu stemmen."
Neben Hendrik Jellema und Dr. Sibyll Klotz referierten heu-te außerdem Thorsten Keller, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei feddersenarchitekten, Marie-Therese Krings-Heckemeier, Vorstandsvorsitzende der empirica AG sowie Georg Zinner, Geschäftsführer des Nachbarschaftsheimes Schöneberg e.V.
Mehr Informationen unter www.gewobag.de
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt "Seniorenwohnhäuser - altersgerechte Anpassung und Vernetzung im Quartier" steht auf der GEWOBAG-Internetseite www.gewobag.de (Rubrik Presse) zum Herunterladen bereit.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die GEWOBAG zählt mit rund 70.000 bewirtschafteten Mieteinheiten (Wohnungen, Gewerberäume sowie Garagen) und einer vielfältigen Auswahl an Eigentumsobjekten zu den marktführenden Immobilienunternehmen in Berlin und Brandenburg. Spezielle Serviceleistungen, unter anderem für Senioren, ergänzen das Angebot.
Der Immobilienbestand der GEWOBAG steht für die Vielfalt der Stadt und bietet eine solide Basis auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Soziale Quartiersentwicklung, Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz sind für die GEWOBAG bei der Entwicklung zukunftsorientierter Konzepte gleichermaßen wichtig.
GEWOBAG WOHNUNGSBAU AKTIENGESELLSCHAFT BERLIN
Gabriele Dr. Mittag
Bottroper Weg 2
13507 Berlin
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Datum: 19.09.2012 - 16:10 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Dr. Gabriele Mittag
Stadt:
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Kategorie:
Haus & Garten
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