Südwest Presse: KOMMENTAR · FRAUENQUOTE
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Der schwarz-gelben Bundesregierung droht heute eine herber Schlag:
Der Bundesrat könnte mit Zuspruch aus zwei CDU-geführten
Bundesländern etwas auf den Weg bringen, was die Regierung partout
nicht will: die Initiative für eine gesetzlich bindende Frauenquote
in Spitzenjobs. Was wurden in der Vergangenheit nicht für
Verrenkungen unternommen, um jegliche Verbindlichkeit abzuwehren:
Familienministerin Schröder sprach einer Flexi-Quote das Wort, andere
betonten die Selbstverantwortung der Unternehmen. Nur getan hat sich
dort viel zu wenig. Zeit zum freiwilligen Umsteuern hatten deutsche
Konzerne wahrlich genug. Während Nachbarländer längst sichtbar auf
Frauen setzen, wird hierzulande noch über fehlende weibliche
Nachwuchskräfte geklagt. Es mag schon sein, dass Frauen für
Toppositionen schwer zu finden sind. Doch solange nur mit den
Schultern gezuckt, nicht aber kreativ über attraktive
Rahmenbedingungen nachgedacht wird, kann sich daran kaum etwas
ändern. Eingefleischte Männerbünde in Führungsetagen sind für Frauen
nur mäßig attraktiv. Dass es anders geht, dass ein Miteinander von
Männern und Frauen gedeihlich ist nicht nur für große Unternehmen,
weist die Wissenschaft längst nach. Man muss dazu den Rahmen
schaffen. Auch das Saarland und Sachsen-Anhalt haben das Warten satt.
Gesetzlicher Druck beschleunigt. Hoffentlich.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
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Datum: 20.09.2012 - 19:30 Uhr
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Politik & Gesellschaft
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