Mindener Tageblatt: Kommentar zur "Rückkehr" der Euro-Krise /
Noch lange nicht gelöst
ID: 727518
Tage lang aus den Schlagzeilen verschwunden war, bedeutete noch lange
nicht, dass sie mehr oder weniger gelöst wäre und nun gewissermaßen
langsam abklingen könne. Die jüngsten Nachrichten aus Griechenland,
Portugal und Spanien haben alle diesbezüglichen Illusionen schnell
wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt. Den hatten
allerdings auch nur Naive oder Ahnungslose kurzzeitig aus dem Blick
verlieren können, hatte es für echte Erleichterung bisher doch kaum
einen Grund gegeben. Auch nach der massiven Intervention des
EZB-Chefs Draghi und dem Urteil des Karlsruher Verfassungsgerichts
war vielmehr nur eines klar: die europäische Entschlossenheit, die
Krise zu bekämpfen - um Europas willen, nicht um der bilanziellen
Stabilität des einen oder anderen Clubmitglieds. Klar war auch die
Lizenz der Verfassungsrichter für die deutsche Politik, sich an den
einschlägigen Rettungsmaßnahmen zu beteiligen, sofern das Parlament
dabei die Entscheidungshoheit und damit auch die Verantwortung vor
dem Wähler behalte. An der Grundkonstellation hat sich nichts
geändert. Es ändert sich daran auch nicht viel, wenn jetzt hier neue
Löcher auftauchen oder dort unter massivem Druck der betroffenen
Bevölkerungen die politischen Kräfte zu notwendigen Sparmaßnahmen ins
Wanken geraten. Aus der Schuldenkrise führt in einem langen,
steinigen Weg nur die Kombination von Reform- und
Konsolidierungsanstrengungen der Pleitekandidaten mit der politischen
Entschlossenheit der gesamten Eurozone, diese auch einzufordern, sich
zugleich aber nicht zum Spielball der auf Einzelpleiten wettenden
Finanzmärkte machen zu lassen. Derweil wird die politische Aufgabe
vor allem für die Führungsnationen - dieletztlich auch die Hauptlast
der Haftung tragen müssen - mit jeder neuerlichen Erschwernis immer
drückender. Schließlich müssen auch deren Regierungen sich vor ihren
Wählern rechtfertigen - was immer komplizierter wird.
Pressekontakt:
Mindener Tageblatt
Christoph Pepper
Telefon: (0571) 882-/-248
chp@mt-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.09.2012 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 727518
Anzahl Zeichen: 2317
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Minden
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 271 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mindener Tageblatt: Kommentar zur "Rückkehr" der Euro-Krise /
Noch lange nicht gelöst"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mindener Tageblatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Mindener Tageblatt
Weser-Kurier: Zur Wahl in Weißrussland schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 24. September 2012: ...
Die Parlamentswahl in Weißrussland ist auch diesmal ein zynisches Ritual. Das Volk soll nicht entscheiden, sondern das Regime von Alexander Lukaschenko zum Schein legitimieren. Nur darum geht es Europas letztem Diktator. Bereits vor der Abstimmung erlebte das Land eine Welle von Repressionen. Zw
Das Erste, Montag, 24. September 2012, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.05 Uhr, Katrin Göring-Eckardt, Bündnis 90/Die Grünen, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Thema: Grünen-Urwahl 7.35 Uhr, Edmund Stoiber, Ehrenvorsitzender der CSU, Thema: Memoiren 8.05 Uhr, Andrea Nahles, SPD-Generalsekretärin, Themen: SPD und Rente 8.10 Uhr, Norbert Walte
Westfalenpost: Griechenland / Euro-Krise ...
Den Griechen fehlt mehr Geld als bisher angenommen. Oder sollten wir sagen: als bisher bekannt war? Wenn wir ehrlich sind, haben wir mit der Hiobsbotschaft der "Troika" aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds längst gerechnet.Gleichwohl kann die
Lausitzer Rundschau: Ordnung statt Freiheit Am Sonntag wählt Weißrussland ein neues Parlament ...
Alexander Lukaschenko, der "letzte Diktator Europas", bittet sein Volk an die Urnen. Doch die Parlamentswahl am Sonntag ist eine reine Scheinveranstaltung. Schon bisher gehörten alle Abgeordneten dem Regierungslager an, und so wird es bleiben. Einfluss hat die Kammer ohnehin nicht, di




