Lukrativer Jobwechsel: Mehrheit der Arbeitnehmer bekommt mehr Geld in neuer Position / 85 Prozent berichten von Vorteilen nach einem Arbeitgeberwechsel
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56 Prozent der Deutschen haben nach einem Wechsel des Arbeitgebers in
finanzieller Hinsicht profitiert. Männern bringt der Jobwechsel mit
61 Prozent deutlich häufiger finanzielle Vorteile als Frauen. Bei den
Arbeitnehmerinnen gibt nur jede Zweite an, dass sich die berufliche
Veränderung positiv auf das Gehalt ausgewirkt hat. Neben einer
besseren Bezahlung berichtet knapp die Hälfte der Bundesbürger von
interessanteren Aufgaben in einer neuen Position. Das sind Ergebnisse
der Studie "Projektarbeit - Arbeitsmodell der Zukunft", die im August
von Experis durchgeführt wurde. Experis ist eine auf die Vermittlung
von Hochqualifizierten spezialisierte Tochtergesellschaft des
Personaldienstleistungskonzerns ManpowerGroup.
Differenziert nach Altersgruppen zeigt sich, dass Arbeitnehmer ab 55
Jahren mit 63 Prozent am häufigsten finanziellen Nutzen aus
Arbeitgeberwechseln gezogen haben. "Dieses Ergebnis beweist die
steigende Wertschätzung erfahrener Mitarbeiter", erklärt Attilio
Berni, Geschäftsführer von Experis. "Mit jedem Job gewinnt ein
Arbeitnehmer, unabhängig von seinem Alter, wertvolle Berufserfahrung
und neue Perspektiven dazu. Das sollte sich im Gehalt widerspiegeln.
Schließlich arbeiten sich Mitarbeiter, die bereits in verschiedenen
Positionen tätig waren, nicht nur schnell in neue Aufgaben ein,
sondern bereichern das Unternehmen auch durch einen breiten Wissens-
und Erfahrungshorizont, ein geschultes Urteilsvermögen und
gedankliche Flexibilität", so der Experis-Chef.
Deutliche Unterschiede sind auch zwischen den einzelnen Bundesländern
zu verzeichnen: Während sich Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz (82
Prozent), Hamburg (77 Prozent) und Bayern (68 Prozent) nach einem
Jobwechsel überdurchschnittlich häufig finanziell verbessern, ist ihr
Anteil in Berlin (32 Prozent) und Bremen (34 Prozent) nicht einmal
halb so groß. "In Regionen, die besonders vom Fachkräftemangel
betroffen sind, locken die Arbeitgeber neue Mitarbeiter mit
überdurchschnittlichen Gehältern", erklärt Berni diese Unterschiede.
46 Prozent haben im neuen Job interessantere Aufgaben
Neben den finanziellen Anreizen bietet ein Jobwechsel für knapp die
Hälfte der Befragten außerdem eine Bereicherung ihres
Aufgabenprofils. Bei 46 Prozent brachte ein Wechsel des Arbeitgebers
einen vielfältigeren Aufgabenbereich mit sich. Ähnlich wie beim
Gehalt gehen allerdings auch hier die prozentualen Angaben von
Männern (49 Prozent) und Frauen (44 Prozent) auseinander. Eine
wichtige Rolle spielt dabei der Bildungshintergrund:
Überdurchschnittlich häufig gaben Personen mit Abitur (54 Prozent)
und mit Fachhochschulreife (49 Prozent) an, dass sie in der neuen
Position interessantere Aufgaben übernehmen konnten. Bei den
Befragten mit Realschul- beziehungsweise Hauptschulabschluss sind es
jeweils 44 Prozent. "Durch geeignete Weiterbildungen können auch
Arbeitnehmer ohne Abitur oder Fachhochschulreife im
Einstellungsprozess deutlich machen, dass sie neuen Herausforderungen
gewachsen sind. In vielen Unternehmen müssen Weiterbildungen jedoch
aktiv eingefordert werden", rät Experis-Chef Attilio Berni.
Neue Motivation und gestärktes Selbstbewusstsein lassen die
Arbeitsbedingungen insgesamt positiver erscheinen
Ein Drittel der Befragten berichtet außerdem von einem verbesserten
Arbeitsklima im neuen Job. "Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass
die Kollegen beziehungsweise Chefs beim neuen Arbeitgeber netter
sind", gibt Experis-Geschäftsführer Attilio Berni zu bedenken.
"Vielmehr kommen die Mitarbeiter positiv eingestellt in den neuen
Job, was sich auf ihr Umfeld auswirkt", deutet Berni dieses Ergebnis.
Bessere Aufstiegschancen nach einem Jobwechsel ergaben sich für ein
Viertel der Befragten. "Das lässt ebenfalls darauf schließen, dass
die Mitarbeiter im neuen Job motivierter arbeiten. Außerdem verfolgen
sie ihre Karriereziele selbstbewusster. Dass ein neuer Arbeitgeber
sich um den Mitarbeiter bemüht und ihn zu attraktiven Konditionen
angestellt hat, stärkt das berufliche Selbstwertgefühl", so Berni.
Lediglich 15 Prozent der Befragten geben in der Studie an, keine
Vorteile durch einen Jobwechsel erlebt zu haben. In ihrem bisherigen
Berufsleben hat die Hälfte der Befragten mindestens vier
sozialversicherungspflichtige Jobs ausgeübt. 22 Prozent hatten vier
bis fünf Jobs, 13 Prozent sechs bis sieben und zehn Prozent
arbeiteten bei acht oder mehr Arbeitgebern.
Hintergrundinformation
Die Studie "Projektarbeit - Arbeitsmodell der Zukunft" basiert auf
einer Online-Befragung des Marktforschungsinstitut YouGov. Sie wurde
im Auftrag der Experis GmbH im Zeitraum 3. bis 6. August 2012 unter
1.049 Personen ab 18 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse sind
gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18
Jahren.
Über Experis
Experis ist das ideale Karrieresprungbrett für qualifizierte
Talente aus den Bereichen IT, Ingenieur- sowie Finanz- und
Rechnungswesen. Experis garantiert ambitionierte Projekte für
Berufseinsteiger, Profis und Freelancer bei Top-Unternehmen. Als Teil
der ManpowerGroup, dem weltweit führenden Anbieter innovativer Human
Resources-Lösungen, ist Experis in 50 Ländern tätig. Mehr
Informationen erhalten Sie auf http://de.experis.com.
Pressekontakt:
Faktenkontor GmbH
Juliana Hartwig
Ludwig-Erhard-Straße 37
20459 Hamburg
Tel.: +49 40 253 185-122
E-Mail: juliana.hartwig@faktenkontor.de
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Datum: 26.09.2012 - 08:35 Uhr
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