Westfalenpost: Zwickauer Terrorzelle - V-Leute, wozu hat man sie
Gut möglich, dass nichts dran ist an der neuesten
Skandalgeschichte rund um das Zwickauer Terrortrio. Viel mehr als der
Hinweis eines Bundesanwalts, der sich zu erinnern meint, vor zehn
Jahren einen Namen auf einer Liste gesehen zu haben, liegt bislang ja
auch nicht vor. Und der Betroffene lässt aus der Haft
dementieren.
Gut möglich also, dass die
Affäre um die Mordtaten des "Nationalsozialistischen Untergrunds" für
die Sicherheitsbehörden nicht noch peinlicher wird als sie ohnehin
schon ist. Noch peinlicher, das hieße: Es wären gleich zwei Komplizen
aus dem unmittelbaren Umfeld des Trios gewesen, die jahrelang als
V-Leute für die Sicherheitsbehörden gewirkt hätten. Einer von ihnen
ausgerechnet der Lieferant der Mordwaffe - so lautet die neueste
Skandalgeschichte.
Was wäre gewonnen,
sollte sie sich als unwahr erweisen? Es würde nichts daran ändern,
dass es einen V-Mann ja nachweislich gegeben hat, der zehn Jahre lang
für die Berliner Polizei spitzelte. Er will 2002 auch mit einem
Hinweis gedient haben. Der aber verlor sich im Behördendickicht. Die
Frage drängt sich auf: Wozu hat man dann V-Leute?
Weil
authentische Auskünfte aus extremistischen Zirkeln anders nicht zu
beschaffen sind, lautet die Antwort der Experten. In Kauf nehmen sie
dabei, sich auf Gewährsleute zu verlassen, deren Loyalität geteilt
ist. Sie gilt dem Milieu, dem sie angehören, und dem Staat, der sie
bezahlt. Welche Loyalität überwiegt? Ist der Staat auf die sinistren
Helfer angewiesen, um Schlimmes zu verhüten? Im Zwickauer Fall wurde
das Schlimmste nicht verhindert. Das zumindest ist unbestritten.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.09.2012 - 19:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 730315
Anzahl Zeichen: 1960
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 212 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Zwickauer Terrorzelle - V-Leute, wozu hat man sie"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Westfalenpost: Nichtraucherschutz - Kampf um die Kippe ...
Im Ziel sind sich alle Parteien einig: Nichtraucher müssen vor Tabakqualm geschützt werden. Über den Weg aber tobt ein erbitterter Kampf um die Kippe zwischen Pragmatikern und Hardlinern. Die zentrale Frage: Ist der Staat verpflichtet, seine Bürger vor Gesundheitsrisiken zu schützen, oder da
Mitteldeutsche Zeitung: zu deutsche Einheit ...
Es ist zwar richtig, dass es in Dresden oder Erfurt mittlerweile besser aussieht als in Duisburg oder Oberhausen. Richtig ist aber auch, dass die ökonomischen Durchschnittsdaten eine gegensätzliche Sprache sprechen. Beim Wirtschaftswachstum, bei den Steuereinnahmen, bei Löhnen und Renten hinke
NRZ: Das Spitzel-Dilemma des Staates - ein Kommentar von WINFRIED DOLDERER ...
Gut möglich, dass nichts dran ist an der neuesten Skandalgeschichte rund um das Zwickauer Terrortrio. Viel mehr als der Hinweis eines Bundesanwalts, der sich zu erinnern meint, vor zehn Jahren einen Namen auf einer Liste gesehen zu haben, liegt bislang ja auch nicht vor. Und der Betroffene lässt
Mitteldeutsche Zeitung: zu Harz und Skigebiete ...
Es ist gerade mal gut eine Woche her, dass der Bund der Steuerzahler sein neues Schwarzbuch vorgelegt hat. Besondere Erwähnung findet darin die üppige Landesförderung für den Bau einer Therme in Thale im Harz - obwohl es mindestens drei vergleichbare Einrichtungen in der Umgebung gibt. Geste




