Neue OZ: Kommentar zu Peer Steinbrück/Nebenverdienste
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Die Aufregung um Peer Steinbrücks Nebenverdienste für überzogen zu
halten ist eine legitime Position. Allem Anschein nach entsprachen
seine Reden den Regeln. Das hebt den SPD-Kanzlerkandidaten aber nicht
in eine Sphäre, in der er sich keiner Kritik mehr auszusetzen
bräuchte.
Dass er Zweifler als dämlich beleidigt und Vergleiche mit
Diktaturen anstellt, verdeutlicht einmal mehr, welch polarisierende
Person die Sozialdemokraten auf den Schild gehoben haben. Fragen
liegen nämlich durchaus nahe: Wie passt es zu dem oft gehörten
Standpunkt in der SPD, hohe Managergehälter für unanständig zu
halten, während Steinbrück mit nur drei (auch noch nebenamtlichen)
Reden mehr verdient als eine Vollzeit-Verkäuferin im ganzen Jahr?
Außerdem: Wenn Banker so gierig sein sollen - wieso gilt das nicht
für Steinbrück, wenn ihm sein Salär als Bundestagsabgeordneter nicht
genügt? Anders als etwa Joschka Fischer oder Friedrich Merz ist er
kein Polit-Rentner, sondern aktiver Mandatsträger. Sollte es nicht
sogar zu seinen Aufgaben als Finanzexperte der Fraktion zählen, für
seine Politik auch vor Bankern zu werben, ohne sich dafür eigens
bezahlen zu lassen?
Steinbrück vertritt zudem ein Lager, das erst kürzlich von einem
Bundespräsidenten im Namen der Transparenz Rechenschaft verlangt hat
etwa über den Verbleib geschenkter Bobbycars. Seine Reden mögen also
rechtens sein - aber ebenso erlaubt ist es, die Doppelmoral dabei
kritisch anzumerken.
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Datum: 07.10.2012 - 22:00 Uhr
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