Unlautere Werbung mit „Deutschland sucht das hässlichste Jugendzimmer“
Jedes Jahr werden allein in Deutschland Millionenbeträge für Werbung ausgegeben. Durch Werbung soll die Kaufentscheidung zugunsten einer bestimmten Marke beeinflusst werden, indem die Marke „ins rechte Licht gerückt“ wird, also auf möglichst interessante und einprägsame Weise dargestellt wird.
Der Inhaber einer Möbelhauskette wurde vom OLG Köln (Urteil vom 06.02.2009, Az. 6 U 147/08) zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet, weil er bei einer Werbeaktion mit den Logos „Roller sucht Deutschlands hässlichstes Jugendzimmer“ bzw. „Roller sucht Deutschlands hässlichstes Wohnzimmer“ geworben hatte.
Dazu wurde ein ovales Logo mit dunkelblauem Hintergrund verwendet, ähnlich dem von RTL als Wort- und Bildmarke eingetragenen „Deutschland sucht den Superstar“.
Der „Gewinner“ wurde per Foto-Voting im Internet ermittelt und erhielt ein neues Jugend- bzw. Wohnzimmer.
Das OLG Köln war der Ansicht, dass schon der Text „Roller sucht Deutschlands hässlichstes Jugendzimmer“ eine gedankliche Verbindung zu dem bekannten Fernsehformat aufweise. Verstärkt werde dies zusätzlich durch die ähnliche optische Aufmachung des Logos.
Damit habe der Möbeldiscounter die Wertschätzung der von RTL eingetragenen Marke unlauter und ungerechtfertigt ausgenutzt und sei verpflichtet, den Schaden, der RTL entstanden ist, zu ersetzen.
Bei allen Werbeaktionen ist demnach darauf zu achten, dass man nicht den Eindruck erweckt, man wolle bewusst eine gedankliche Assoziation zu einem sehr bekannten Produkt entstehen lassen, um dessen Bekanntheitsgrad für sich wirken zu lassen.
© RA Axel Mittelstaedt 2009, Kanzlei für gewerblichen Rechtsschutz, www.designvocat.com
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Kanzlei Mittelstaedt ist eine exklusive Spezialisten-Kanzlei mit internationaler Ausrichtung und Sitz in Köln. Seit 1994 arbeitet die Kanzlei für globale Unternehmen und leistet alle fachlichen Dienstleistungen im Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes. Der Gründer der Kanzlei, Axel Mittelstaedt, ist seit über 25 Jahren internationaler Experte für Gewerblichen Rechtsschutz und Markenführung. Seine klassischen anwaltlichen Leistungen: Markenrecht, Wettbewerbsrecht, Geschmacksmusterrecht, Patentrecht. Zusätzlich bietet die Kanzlei Mittelstaedt ein qualifiziertes Analyseverfahren und Gutachten für strategisches IP Management in Unternehmen an. Dieses innovative Kanzleiprodukt SIP® untergliedert sich in vier Phasen: * Analyse der aktuellen IP Strategie eines Unternehmens * Bewertung des Geistigen Eigentums * Konzeption faktischer und juristischer Schutzstrategien * Aktualisierung und Neuanmeldung für Marken, Produkte und Geschmacksmuster
Rechtsanwalt Mittelstaedt – Kanzlei für gewerblichen Rechtsschutz
Tätigkeitsschwerpunkte: Markenrecht, Geschmacksmusterrecht, Patentrecht, Wettbewerbsrecht
RA Axel Mittelstaedt
Kanzlei für Gewerblichen Rechtsschutz
Richard-Strauss-Str. 3
50931 Köln
Tel. 02 21 9 40 62-0
Fax. 02 21 9 40 62-62
Homepage: www.designvocat.com
Email: info(at)designvocat.com
Rechtsanwalt Mittelstaedt – Kanzlei für gewerblichen Rechtsschutz
Tätigkeitsschwerpunkte: Markenrecht, Geschmacksmusterrecht, Patentrecht, Wettbewerbsrecht
RA Axel Mittelstaedt
Kanzlei für Gewerblichen Rechtsschutz
Richard-Strauss-Str. 3
50931 Köln
Tel. 02 21 9 40 62-0
Fax. 02 21 9 40 62-62
Homepage: www.designvocat.com
Email: info(at)designvocat.com
Datum: 25.02.2009 - 11:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 74251
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: A. Vetter
Stadt:
Köln
Telefon: 0221940620
Kategorie:
Rechtsberatung (gewerblich)
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 25.02.2009
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1008 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Unlautere Werbung mit „Deutschland sucht das hässlichste Jugendzimmer“"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
RA Mittelstaedt, Kanzlei für Gewerblichen Rechtsschutz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Doch sind dieser Korrekturmöglichkeit enge Grenzen gesetzt. Weicht die Werbebotschaft in ihrer Wahrnehmbarkeit für den Verbraucher zu sehr vom tatsächlichen Angebot ab, wird also mit Halbwahrheiten geworben, so ist dies irreführend und damit nicht zulässig. So entschied auch das OLG Düsseld
Journalistische Berichterstattung kann eine wettbewerbswidrige Handlung sein ...
Das hat am 17.03.2009 auch das OLG Hamm (Az.: 4 U 184/08) entschieden. Im zu behandelnden Fall ging es darum, dass eine Zeitung darüber berichtet hat, dass eine Stadt die Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur eingestellt hatte, da die zu programmierende Homepage immer wieder Fehler aufwies. Die P
Achtung bei Werbung mit kombinierten Produkten! ...
So entschied der Bundesgerichtshof am 17. Juli 2008 (Az.: I ZR 139/05) über eine Werbung eines Telekommunikationsanbieters, der dafür geworben hat, dass mit einem bestimmten Tarif an Wochenenden und Feiertagen „für 0 Cent“ telefoniert werden könne. Dabei wurde allerdings nicht dargestellt,
Weitere Mitteilungen von RA Mittelstaedt, Kanzlei für Gewerblichen Rechtsschutz
Agrarsubventionen Ukraine für 2009 ...
Rechtliche Analyse zur Durchführungsverordnungen über Konditionen und Verfahren staatlicher Subventionshilfen für die ukrainische Landwirtschaft für das Jahr 2009 Das Ministerkabinett der Ukraine hat folgende Mechanismen der Inanspruchnahme der im Staatshaushalt für Entwicklung des Agrarin
Bestatter, Gartenzwerg und Hausschwein: meineimmobilie.de stellt kuriose Mietrechtsfälle vor ...
Die erste schauerlich-schreckliche Geschichte ereignete sich zwischen einem zerstrittenen Mieter und seinem Vermieter: Der Mieter bestellte Nacht für Nacht für seinen „Freund“ ein Taxi. Die ahnungslosen Taxifahrer klingelten ihren vermeintlichen Fahrgast immer zur Unzeit aus dem Bett, was den
Opferanwältin Marion Zech vertritt die Nebenklage im Entführungsfall der kleinen Ursula ...
Seit 27 Jahren sorgt eines der spektakulärsten Verbrechen der Nachkriegsgeschichte in der Region für Schlagzeilen: Am 15. September 1981 wurde die zehnjährige Ursula Herrmann auf ihrem Heimweg vom Turnunterricht bei Eching am Ammersee entführt. Das kleine Mädchen wurde in eine Kiste gesperrt, d
„Änderungen und Irrtümer vorbehalten“ sind unverbindliche Werbeangaben ...
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände e.V. hielt eine solche Art zu werben im geschäftlichen Verkehr mit Verbrauchern für unzulässig und verklagte das Unternehmen, einen Mobilfunkanbieter, auf Unterlassung.. Der BGH wies dieses Begehren mit seinem Urteil vom 04.02




