Wetter: Der kommende Winter wird spannend - ein erster Trend von wetter.net!
Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net warnt:"Das wird ein Chaos-Winter."

(firmenpresse) - (ddp direct) Wiesbaden, den 16. Oktober 2012 ? Die Winterprognosen, die in den letzten Tagen von staatlichen und privaten Wetterdiensten ausgegeben wurden, schwankten zwischen eiskaltem Extremwinter oder sogar Horrorwinter bis hin zu einem feuchten Mildwinter. Meist basieren diese Aussagen nur auf einzelnen Phänomenen. Beim Jahreszeitentrend von wetter.net fließen allerdings eine ganze Reihe von Faktoren ein, wie beispielsweise statistische Daten der letzten 100 Jahre, Sonnenaktivitäten, die nordatlantische Oszillation, der Golfstrom, Phänomene wie El Nino und La Nina. Insgesamt waren sehr große Datenmengen zu verarbeiten? erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.
Wie angekündigt hat das Wetterportal wetter.net (www.wetter.net) nun auch seinen ersten Wintertrend fertig gestellt. ?Das Wird ein richtiger Chaos-Winter, der viel Abwechslung bereit hält und zeitweise richtig gefährlich werden kann? kommentiert Wetterexperte Jung die ersten Ergebnisse.
Es gilt zu beachten: Es ist ein erster TREND- und keine klassische Wettervorhersage, wie wir diese für die nächsten drei bis fünf Tage aus dem Internet, Radio oder dem Fernsehen kennen und ist daher mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet? so Jung. Leider wird das den Lesern, Zuschauern oder Hörern allzu oft unterschlagen.
Der Wintertrend von wetter.net nach Monaten:
Dezember: Der erste meteorologische Wintermonat fällt vielfach durchschnittlich, im Osten und Süden allerdings vielfach leicht zu kalt aus. Zur Monatsmitte könnte die russische Kältepeitsche mit Eis und Schnee zum ersten Mal so richtig intensiv zuschlagen. Ob das hochwinterliche Wetter allerdings bis Weihnachten durchhält ist unsicher, denn vom Atlantik drängen im letzten Monatsdrittel sehr wahrscheinlich einige Sturm- mitunter auch Orkantiefs nach Europa, die sehr milde Luft nach Deutschland bringen könnten. Weiße oder grüne Weihnachten ? das wird sich wahrscheinlich erst auf den letzten Metern vor dem Fest entscheiden!
Januar: Der Januar könnte nach aktuellem Stand eher durchschnittlich ausfallen. Er bringt zudem viel Niederschlag, der jedoch nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen als Schnee fällt. Generell werden in den Alpen auch diesen Winter wieder sehr gute Wintersportbedingungen erwartet. In den Niederungen riecht es den ersten Berechnungen zufolge nach einem Schmuddelwinter ? gerade perfekt, um sich eine Erkältung nach der nächsten einzufangen!
Februar: In diesem Monat könnte das dicke Kältepolster über Sibirien abermals angezapft werden und weite Teile Europas mit kalter Luft überschwemmen. Diese zweite Kältewelle könnte noch heftiger als die Kältewelle im Dezember ausfallen. Dann wären Tageswerte im zweistelligen Minusbereich möglich, nachts könntem die Temperaturen lokal sogar auf unter minus 25 Grad sinken. Nennenswerter Schneefall ist dabei später vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands zu erwarten. Keine gute Aussichten für den Höhepunkt des närrischen Treibens - Rosenmontag ist 2013 am 11. Februar.
Einen in der Bilanz extrem zu kalten oder deutlich zu warmen Winter sehen die Berechnungen von wetter.net allerdings nicht.
Damit Sie gut durch den Winter kommen, sollten Sie bereits jetzt mit ersten Maßnahmen beginnen:
-Haben Sie alle Wasserleitungen, die nach draußen führen entleert und das Wasser abgestellt, damit im Winter keine Leitungen einfrieren und platzen?
-Sind die Winterreifen noch in Ordnung? Wenn ja, dann zügig um einen Monatetermin bemühen, wenn man es denn nicht selbst erledigen kann. Beim ersten Schneefall ist in den Werkstätten mit langen Wartezeiten zu rechnen. Die Regel lautet: Winterreifen von O bis O ? von Oktober bis Ostern!
-Prüfen Sie Ihre Autobatterie, spätestens bei der ersten Kältewelle werden schwache Batterien schlapp machen.
-Räumen Sie Ihre Sommerkleidung in den Keller und schaffen Sie Platz für die Winterkleidung. Sie werden Sie diesen Sommer sicherlich brauchen können.
-Füllen Sie Ihren Streusalzvorrat auf, damit es Ihnen nicht geht wie im letzten Winter. Wochenlang lag bis Januar das Salz überall in rauen Mengen in den Bauhäusern rum. Kaum kam die große Kälte, war alles sehr schnell vergriffen.
-Das wechselhafte und vielfach feuchte Wetter ist ideal für Erkältungswellen, daher legen Sie sich idealerweise einen kleinen Medikamentenvorrat an.
-Falls Sie mit Öl, Kohle oder Holz heizen, dann füllen Sie jetzt noch rechtzeitig Ihre Vorräte auf, damit es später zu keinem Engpass kommt und Sie keine erhöhten Preise zahlen müssen.
-Halten Sie Kerzen und Batterien für Taschenlampen bereit. Bei der letzten Kältewelle Ende Januar/Anfang Februar begann das Stromnetz bereits nachweislich zu schwächeln.
Für regionale Anfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
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Datum: 16.10.2012 - 09:10 Uhr
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