Neue OZ: Kommentar zu Arbeit / Arbeitgeber / Merkel
ID: 743375
Dieser Auftritt der Kanzlerin war mit seinen vagen Andeutungen
wieder einmal typisch für sie. Und doch dürften die Arbeitgeber die
Botschaft zwischen den Zeilen vernommen haben. Angela Merkel stimmte
sie auf eine weitere Sozialdemokratisierung der CDU ein. Das
nervtötende Streiken der Spartengewerkschaften will sie eindämmen -
das freut die Arbeitgeber, aber auch den DGB, der eine zusehends
schwindende Solidarität der Berufsgruppen feststellt.
Ansonsten hätte die CDU-Chefin genauso gut als Vorsitzende der SPD
sprechen können: Ausnahmen für Firmen bei der Ökostromförderung will
sie prüfen, den Mittelstandsbauch bei der Einkommensteuer
abschmelzen, die Löhne sollen spürbar steigen, die Rentenbeiträge
sinken, und dann stützte sie noch die zuletzt scharf angegriffene
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen.
Da fiel es SPD-Mann Frank-Walter Steinmeier fast schwer, sich
abzusetzen. Er versuchte es auch kaum. Stattdessen kokettierte er mit
seiner staatspolitischen Erfahrung und stellte in Aussicht, bald
mitzuregieren.
So gesehen, sprach hier bereits eine Fleisch gewordene Große
Koalition. Wer am Ende vorne liegt, kann der Wirtschaft egal sein:
Auf mehr staatlichen Dirigismus etwa bei der Frauenquote,
planwirtschaftliche Elemente bei der Energie und steigende Abgaben
muss sie sich ohnehin einstellen. Einzig die FDP hält dagegen - und
steht damit auf verlorenem Posten.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.10.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 743375
Anzahl Zeichen: 1735
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 301 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Arbeit / Arbeitgeber / Merkel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) sieht bei steuerfinanzierten Sozialleistungen "eine Komplexität erreicht, die das hohe Kulturgut des Sozialstaates gefährdet". Das sagte er im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Manche Maßnahmen
Peer Steinbrück kritisiert Bundesregierung wegen Blockade bei Infrastrukturgesetz / SPD-Politiker und Mitglied der "Kommission für einen handlungsfähigen Staat" beklagt "koalitionspo ...
Angesichts des monatelangen Stillstands beim "Infrastrukturzukunftsgesetz", das schnelleres Bauen ermöglichen soll, übt der SPD-Politiker Peer Steinbrück scharfe Kritik an der schwarz-roten Koalition. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte er im Interview: "Dass die
Meyer-Werft-Chef: Nach Rekordminus "auf dem Weg zum stabilen Tanker" / Bernd Eikens zieht vor Wechsel in Ruhestand durchwachsene Sanierungsbilanz ...
Die Sanierung der finanziell angeschlagenen Papenburger Meyer Werft macht nach Angaben des scheidenden Geschäftsführers Bernd Eikens gute Fortschritte, wird das Unternehmen aber noch jahrelang fordern. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte der 61-jährige M
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Agrar / Rohstoffe / Handel ...
Wachsende Risiken Deutschlands zweitgrößter Agrarhändler Agravis rechnet mit steigenden Lebensmittelpreisen. Das ist erstens ärgerlich für die Verbraucher. Zweitens gibt die Prognose Anlass, grundsätzlich über die Preisbildung für Agrarrohstoffe nachzudenken. Die Preise richten si
Börsen-Zeitung: Abschied ohne Schmerz, Kommentar zur Citigroup von Sebastian Schmid ...
Vorgestern hat Vikram Pandit noch die vom Markt begeistert aufgenommenen Quartalszahlen präsentiert. Einen Tag später hat der Citigroup-Chef bereits seinen Stuhl geräumt. Mit ihm verlässt auch John Havens, als Spartenchef für das Geschäft mit institutionellen Kunden zuständig und ein enger
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Dispozinsen ...
Banken und Sparkassen können sich ihr Geld bei der Europäischen Zentralbank für 0,75 Prozent leihen. Von ihren Kunden aber verlangen sie bei Kontoüberziehungen bis zum Zwanzigfachen - 15 Prozent! Kein Wunder, dass die Empörung groß ist. Wiederholt hat die Stiftung Warentest den Finger in d
Richtig investiert ? die deutsche Börse live ...
Das Schlimmste der Eurokrise ist zumindest aus deutscher Sicht überstanden und die Anleger gewinnen wieder mehr Vertrauen in Wertpapiere und speziell auch in Aktien. Dass Deutschland gestärkt aus der Krise herausgeht, merkt man vor allem an der aktuellen Entwicklung das Dax an der Frankfurter Bör




