Deutschland hilft syrischen Flüchtlingskindern
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Deutschland hilft syrischen Flüchtlingskindern
UNICEF dankt der Bundesregierung für "Unterstützung zur rechten Zeit"
UNICEF dankt der Bundesregierung für die Unterstützung der Nothilfe für syrische Flüchtlingskinder in Jordanien. Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel gab heute bekannt, dass Deutschland 25 Millionen Euro für die UNICEF-Nothilfe in Jordanien bereitstellt. Mit den Mitteln versorgt UNICEF Flüchtlingskinder mit sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Die Kinder erhalten Schulunterricht in Notschulen oder werden in jordanischen Schulen unterrichtet. Besonders wichtig sind Maßnahmen zur psychosozialen Betreuung der Kinder, die traumatische Erfahrungen gemacht haben. Die Mittel kommen sowohl den Flüchtlingen als auch den aufnehmenden Gemeinden zugute. Vor dem bevorstehenden Winter setzt UNICEF alles daran, Notunterkünfte winterfest zu machen und Kinder mit warmer Kleidung zu versorgen.
"Die Unterstützung aus Deutschland kommt genau zur rechten Zeit", erklärte der Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, Christian Schneider, der gerade aus Jordanien zurückgekehrt ist. "Sie ist ein großer Beitrag, um das Überleben und die Sicherheit der syrischen Kinder in den kommenden Monaten zu gewährleisten."
Die Leiterin von UNICEF-Jordanien, Dominique Hyde, sagte: "Eltern, die unter dramatischen Umständen vor der Gewalt in Syrien geflohen sind und deren Kinder monatelang nicht zur Schule gehen konnten und nicht geimpft wurden, berichten wieder und wieder, wie wichtig es für sie ist, dass ihre Söhne und Töchter gesund bleiben und weiter zur Schule gehen können. Die Unterstützung aus Deutschland ist von enormer Bedeutung, um die Kinder in den kommenden Monaten über den Winter zu bringen."
In den Nachbarländern Syriens sind offiziell über 250.000 Flüchtlinge registriert worden - die tatsächliche Zahl liegt deutlich höher. So geht allein die jordanische Regierung von über 200.000 syrischen Flüchtlingen aus. Sie leben mit ihren Familien in Notunterkünften, Notlagern und Gemeinden - oft unter sehr schwierigen Bedingungen. Zahlreiche Kinder wurden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt. Schätzungsweise die Hälfte der Flüchtlinge sind nach Angaben von UNICEF Kinder und Jugendliche.
UNICEF hilft sowohl in Syrien als auch in den Nachbarländern. In Jordanien koordiniert UNICEF im Zaatari Camp die gesamte Wasserversorgung, Müllentsorgung und den Aufbau und Betrieb der sanitären Einrichtungen. Jeden Tag werden mit Lastwagen rund eine Million Liter Wasser geliefert. Zusammen mit dem deutschen Technischen Hilfswerk (THW) wurden 450 Latrinen und 450 einfache Duschen aufgebaut. UNICEF hat eine erste Camp-Schule eingerichtet. 2.400 Kinder kommen täglich in zwei Schichten zum Unterricht - morgens die Mädchen, nachmittags die Jungen. UNICEF und seine Partner unterhalten 18 kinderfreundliche Zonen, davon zwei speziell für Jugendliche. Fast 20.000 Flüchtlingskinder in Städten wie Mafraq, Ramtha und Amman können jordanische Schulen besuchen. UNICEF beschafft Impfstoffe für über 220.000 Kinder sowie Vitamin-A-Tabletten, um Flüchtlingskinder zu stärken und sie vor Krankheiten zu schützen.
Der Geschäftsführer von UNICEF-Deutschland, Christian Schneider, ist gerade aus Jordanien zurückgekehrt. Er steht gerne für Interviews bereit.
Rückfragen und Interviewwünsche an die UNICEF-Pressestelle, Rudi Tarneden, 0221/93650-235. Mail: presse@unicef.de.
Ausführliche Informationen auf www.unicef.de
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Datum: 19.10.2012 - 16:45 Uhr
Sprache: Deutsch
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