“High Fat”- Kost für “Low Fat”- Blut?
Aachen (fet) – Aktuelle Studien stellen den schlechten Ruf fettreicher Lebensmittel in Frage und belegen den Nutzen einer kohlenhydratärmeren Ernährung bei erhöhten Blutfettwerten. Die einseitigen Ernährungsempfehlungen für verschiedene Erkrankungen sind damit einmal mehr als fragwürdig.
Wissenschaftler der Pennsylvania State University verglichen nun 30 Studien und zeigten damit, dass die allgemeine Fettphobie unberechtigt ist (1). Nahmen die Teilnehmer mehr Fett auf als offiziell empfohlen, normalisierten sich deren Blutfettwerte deutlicher als beim sparsamen Verzehr. Insbesondere verbesserte sich das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin, ein Maß zur Abschätzung des Arterioskleroserisikos. Weniger überrascht hat die Tatsache, dass vor allem Diabetiker von dieser Ernährung profitieren.
Auch die Befürchtung, dass der Griff zur fettreicheren Variante Übergewicht fördert, trifft nicht zu. Teilnehmer einer aktuellen Studie der Universität Connecticut nahmen mit dieser Ernährungsweise mehr ab, als durch getreidebetonte Kost (2). Auch hier profitierte das Herz-Kreislaufsystem von kohlenhydratärmeren Speisen. Interessanterweise verbesserte sich das Blutbild trotz des hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren. Tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Milchprodukte enthalten hohe Mengen dieser Fettsäuren, die als arteriosklerosefördernd gelten. Die Studienergebnisse zweifeln nun auch diese pauschale Beurteilung an. So sind die allseits beliebten Light-Produkte, die im Gegensatz zu ihren natürlichen Vertretern häufig hohe Zucker- oder Süßstoffgehalte aufweisen, wohl schädlicher als das gefürchtete tierische Fett.
Gerade bei erhöhten Blutfettwerten ist somit eine eiweiß- und fettbetonte Kost mit qualitativ hochwertigem Fleisch, Fisch, Ölen und Milchprodukten sowie einem hohen Anteil an stärkearmen, vitaminreichen Gemüsen und Beerenobst empfehlenswert.
Redaktion: Christine Langer
Quellen:
(1) Yumei C et al.: Effects of moderate (MF) versus lower fat (LF) diets on lipids and lipoproteins: a meta-analysis of clinical trials in subjects with and without diabetes. J Clin Lipidol; 3; 19-32: 2009
(2) Volek et al.: Carbohydrate restriction has a more favorable impact on the metabolic syndrome than a low fat diet. Lipids: 2008 [Epub ahead of print]Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die Ernährungssituation in Deutschland im Hinblick auf die Ernährungstherapie und Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen analysiert und bestrebt ist, diese mit geeigneten Methoden fächerübergreifend zu verbessern
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Frau Christine Langer
An den Frauenbrüdern 2, 52064 Aachen
Tel.: 0241 - 96 10 316
Fax.: 0241 - 96 10 322
presse(at)fet-ev.eu
Datum: 27.02.2009 - 12:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 74613
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Christine Langer
Stadt:
Aachen
Telefon: 0241 - 96 10 316
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 27.02.2009
Diese Pressemitteilung wurde bisher 828 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"“High Fat”- Kost für “Low Fat”- Blut?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zucker ist ein schneller Energielieferant, besonders für das Gehirn. Doch eine übermäßige Zufuhr wirkt sich an vielen Stellen des Körpers schädlich aus. Bereits im Mund trägt Zucker – besonders in Kombination mit Fruchtsäuren – zur Kariesentstehung bei. Im Darm können größere Mengen d
Eiweiß – das A und O für einen dauerhaften Gewichtsverlust ...
Unsere Muskulatur verbrennt einen Großteil der aufgenommenen Kalorien. Vielen ist bewusst, dass der Muskelaufbau durch Sport bei einem Abnehmwunsch die Fettpolster deutlich schneller schmelzen lässt. Der logische Rückschluss, dass ein Verlust an Muskelmasse den Fettansatz erneut fördert, wird vo
Der Body-Mass-Index: Ein überholtes Diagnosekriterium? ...
Aachen (fet) – Der Body-Mass-Index ist für viele Fachkräfte und Laien nach wie vor das wichtigste Beurteilungskriterium für das Gewicht. Dabei sagt der Wert nur wenig über das Erkrankungsrisiko aus und ist nicht für jeden geeignet. Der Body-Mass-Index, kurz BMI, gibt an, wie viel Kilogramm
Weitere Mitteilungen von Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Leben und Sterben in Würde - Betriebskrankenkassen in NRW weiten ihr Angebot über palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung aus ...
Mönchengladbach/Essen, 27.02.2009 Leben und Sterben in Würde Betriebskrankenkassen in NRW weiten ihr Angebot über palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung auf Mönchengladbach aus 55 % aller Menschen in Deutschland sterben in einem Kranken-haus, weitere 30 % in einem A
GlucoMetrix AG wächst dank öffentlicher Gelder auch in der Krise weiter ...
Ruhpolding/Potsdam, 27. Februar 2009. Die GlucoMetrix AG kann ihr rasantes Wachstum fortsetzen. Möglich macht das die Zukunftsagentur Brandenburg(ZAB), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes. Der zweite Förderantrag der GlucoMetrix AG wurde jetzt von der ZAB positiv bestätigt. Daraus f
GlucoMetrix AG wächst dank öffentlicher Gelder auch in der Krise ...
Ruhpolding/Potsdam, 27. Februar 2009. Die GlucoMetrix AG kann ihr rasantes Wachstum fortsetzen. Möglich macht das die Zukunftsagentur Brandenburg(ZAB), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes. Der zweite Förderantrag der GlucoMetrix AG wurde jetzt von der ZAB positiv bestätigt. Daraus f
Dyskalkulie frühzeitig erkennen mit Hilfe der ZAREKI-K ...
Risikodiagnose im Kindergarten: Früherkennung und Frühförderung sind trotz allem in Deutschland bis heute mehr Forderung als Praxis. Die vorliegende Testbatterie ZAREKI-K (Neuropsychologische Testbatterie für Zahlenverarbeitung und Rechnen bei Kindern – Kindergartenversion) leistet einen Beit




