Diese verfluchten Stunden am Abend
Dokumentationüber die Häftlingsbordelle in den KZs / Erstausstrahlung
Montag, 29. Oktober, 20.15 Uhr
ID: 748564
Konzentrationslagern der Nazis Bordelle gab, in denen Frauen als
Zwangsprostituierte ihren Dienst tun mussten. Das erste KZ-Bordell
entstand 1943 im österreichischen Mauthausen. Heinrich Himmlers Plan
dabei: Die Arbeitsleistung der nichtjüdischen Zwangsarbeiter im
benachbarten Steinbruch sollte so gesteigert werden. Die
Dokumentation "Diese verfluchten Stunden am Abend", in 3sat am
Montag, 29. Oktober 2012, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung, erzählt
vom Schicksal betroffener Frauen, zeichnet ihren Alltag nach und
beleuchtet das System der Zwangsprostitution im KZ.
Maria W. war eine der über 200 Frauen, die sich in einem der zehn
"reichsdeutschen" KZ-Bordelle zwangsprostituieren musste.
Jahrzehntelang hat sie über ihr Schicksal geschwiegen, zu groß war
die Scham. Sie hatte bereits vier Jahre Zwangsarbeit im Frauen-KZ von
Ravensbrück hinter sich, als sie für ein KZ-Bordell rekrutiert wurde.
"Die schritten unsere Reihe ab, guckten alle einzeln an. Die und die
und die Nummer vortreten. Und da hörte ich, wie Schildlauski, der
SS-Arzt, sagte: 'Das Gerippe da wollen Sie auch mitnehmen?' Das war
ich! Und da hörte ich, wie dieser Kommandant sagte, "die ist gut
gebaut, die füttern wir uns wieder zurecht'."
Die Frauen mussten unter die Höhensonne, bekamen Essen aus der
SS-Küche, hatten Seidenwäsche, Parfüm und durften im Gegensatz zu den
anderen weiblichen Gefangenen lange Haare tragen. In der Erinnerung
von Josef Paczynski, 1943 Lagerfrisör in Auschwitz, waren im dortigen
Bordell "21 junge schöne Frauen, alle schön frisiert, mit hohen
Schuhen und eleganter Kleidung. Den Frauen ging es dort gut, die
hatten alles, was sie brauchten." So wie der polnische KZ-Überlebende
Josef Paczynski machten sich die meisten männlichen Häftlinge wenig
Gedanken um das Leid der Zwangsprostituierten, die täglich Männer
empfangen mussten. So auch Sigmund Sobolewski. Er war damals 19 Jahre
alt und war Kapo in Auschwitz, als er das Lagerbordell besuchte. Er
verliebte sich im Bordell in die Polin Irka. "Man hatte ihr
versprochen, dass sie frei kommt, wenn sie ein halbes Jahr im Bordell
arbeitet. Sie hat fest daran geglaubt."
Hinweis für Journalisten: Im 3sat-Pressetreff
(www.pressetreff.3sat.de) können Sie sich den Video-Stream der
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Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat
Marion Leibrecht
Telefon: +49 (0) 6131 - 701 6478
E-Mail: leibrecht.m@3sat.de
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Datum: 24.10.2012 - 11:12 Uhr
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