Quartiersentwicklung nicht ohne stationäre Pflege / bpa-Fachtagung NRW zur Quartiersentwicklung im Land
ID: 750651
ausgerichtete Zukunftsplanung kann nicht ohne stationäre
Pflegeeinrichtungen auskommen. Darin waren sich Politik und
Pflegeunternehmen beim heutigen Fachtag des Bundesverbandes privater
Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in NRW einig. Vor rund 250
Teilnehmern im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen betonte
Landespflegeministerin Barbara Steffens, ambulante Strukturen seien
nicht um jeden Preis sinnvoll.
"Wenn ältere Menschen mit zunehmenden Einschränkungen in der
Mobilität und Selbständigkeit Zuhause leben, dann ist mit dem
Verbleib in der Wohnung allein nichts gewonnen", sagte Steffens und
lud die privaten Pflegeanbieter zur weiteren Mitgestaltung der
Quartiersentwicklung ein.
Diese Unterstützung versprach bpa-Präsident Bernd Meurer, der die
großen wirtschaftlichen Betätigungsfelder für ambulante und
stationäre Anbieter im Rahmen der sich neu entwickelnden
Quartiersstrukturen ansprach: "Die Verbindung von Unternehmertum und
sozialer Verantwortung hat für uns eine lange Tradition und
funktioniert sehr gut." Meurer warnte davor, sich angesichts der
drastisch ansteigenden Zahl von Pflegebedürftigen in den nächsten
Jahren zu sehr auf familiäre Versorgungsstrukturen zu verlassen. "Die
Familien alleine können das nicht leisten", sagte der bpa-Präsident,
"auch weil die jüngeren Generationen vielfach als Fachkräfte im
Arbeitsalltag gebraucht werden."
"Wir werden auch in Zukunft einen breit gefächerten Versorgungsmix
aus ambulanten und bewährten stationären Einrichtungen benötigen",
erklärte der nordrhein-westfälische bpa-Landesvorsitzende Christof
Beckmann und bekam Zustimmung aus dem Ministerium. Der zuständige
Abteilungsleiter für Pflege, Alter und Demographie Markus Leßmann
bekräftigte: "Wir brauchen die stationären Einrichtungen für eine
gelingende Quartiersentwicklung." Es gebe viele Beispiele, wo sich
Pflegeeinrichtungen schon jetzt zum Mittelpunkt einer Siedlung oder
einer kleinen Ortschaft entwickelt hätten, weil andere Strukturen
verschwunden seien.
Um möglichst erfolgreiche Quartiersprojekte in allen Teilen von
NRW initiieren zu können, beschäftigten sich die Teilnehmer des
bpa-Fachtages in Dortmund auch mit bereits vorhandenen Beispielen in
Münster und Dortmund sowie mit den zur Verfügung stehenden
Unterstützungsmöglichkeiten durch das Bauministerium NRW oder
unterschiedliche Beratungseinrichtungen.
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
bildet mit mehr als 7.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon rund
1.000 in Nordrhein-Westfalen, die größte Interessenvertretung
privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland.
Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der
Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater
Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen
die Verantwortung für rund 230.000 Arbeitsplätze und ca. 17.700
Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 18,2
Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Norbert Grote, Leiter der Landesgeschäftsstelle Nordrhein-Westfalen,
Telefon: 0211-311 39 30
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Datum: 26.10.2012 - 16:28 Uhr
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