Neue OZ: Kommentar zu Karl-Heinz Funke
ID: 750794
Karl-Heinz Funke ist noch relativ glimpflich davongekommen. Das
Gericht blieb gestern mit seinem Urteil deutlich hinter dem
Strafantrag der Anklage zurück. Zugleich wurde mangels Beweisen der
Vorwurf fallen gelassen, der frühere Bundeslandwirtschaftsminister
habe sich seine Silberhochzeit gezielt von dem ihm unterstehenden
Wasserverband sponsern lassen.
Dennoch ist der Richterspruch für Funke hochnotpeinlich. Dem
einstigen politischen Schwergewicht wird damit attestiert, als
Verbandsvorsteher seinem Geschäftsführer selbstherrlich ein um 70 000
Euro überzogenes Jahresgehalt zugeschustert zu haben - laut Gericht
ein klarer Fall von Untreue.
Dass dieser Angestellte dann eine Rechnung für die Hochzeit seines
Gönners über 8000 Euro trickreich dem Verband unterjubelte, wirft
ebenfalls ein Schlaglicht auf die Moral, die zu Funkes Zeit in der
Organisation herrschte. Erst eine Anzeige sorgte für ein Ende der
untragbaren Zustände.
Wenn das Urteil Rechtskraft erlangt, markiert das für Funke einen
tiefen Sturz vom bundesweit populären Agrarexperten zum vorbestraften
Provinzpolitiker. Der bullige Friese hat es selbst verschuldet: Statt
aus zahlreichen Eskapaden zu lernen, ist er immer starrsinniger
geworden - und hat zum Schluss offenbar geglaubt, er könne sich
einfach alles erlauben.
Solches Gebaren nach Gutsherrenart hat jedoch in der heutigen
Gesellschaft nichts zu suchen.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.10.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 750794
Anzahl Zeichen: 1753
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 267 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Karl-Heinz Funke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bremer Spitzenkandidatin der CDU, Wiebke Winter, hält eine Festlegung auf eine Frau als Nachfolgerin für Bundespräsident von Frank-Walter Steinmeier für falsch. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte Winter, die zum Präsidium der CDU gehört: "Wir müssen darüber disku
Wiebke Winter (CDU) sieht Friedrich Merz bis zum Ende der Legislatur im Amt / Bremer Spitzenkandidatin mahnt weniger Selbstbeschäftigung an - Rentenreform "dringend umsetzen" ...
Die Bremer CDU-Spitzenkandidatin Wiebke Winter hat ihre Partei dazu aufgerufen, sich weniger mit sich selbst zu beschäftigen und Spekulationen über einen möglichen Kanzlertausch nach den Landtagswahlen zurückgewiesen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte Winter: "Friedrich
Bestseller-Autor Fitzek vergleicht Smartphone-Sucht mit Crack/ Erfolgsautor fordert handyfreie Schlafzimmer / Bevorzugt günstige Autos für die Familie ...
Osnabrück. Angesichts steigender Bildschirmzeiten und ständiger Erreichbarkeit hat Bestseller-Autor Sebastian Fitzek vor den Gefahren von Mobiltelefonen gewarnt und ein striktes Smartphone-Fasten im Schlafzimmer gefordert. "Ich finde, das ist wie der Vergleich von Schokolade mit Crack",
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Piratenpartei ...
Traum vom Schlaraffenland Die Piraten segeln dem Untergang entgegen. Jetzt springen wieder zwei Spitzenvertreter frustriert von Bord, während Kapitän und Mannschaft einem Chaoshaufen gleichen. Mal outen sich Mitglieder als Neonazis, mal Parteifreunde als Fans der FDP. Dann wieder spielt
Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Rentendebatte ...
Beim Koalitionsgipfel am 4. November soll von den Partei- und Fraktionschefs der Knoten im Rentenstreit durchgehauen werden. Die Erfahrung lehrt aber, dass es dabei abenteuerlich zugeht: Da beginnt das große Ramschen. Alle Streitpunkte der Koalition - und davon gibt es bekanntlich viele, angef
Weser-Kurier: Zum Urteil im Funke-Prozess schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 27. Oktober: ...
Der Korrektheit halber sei angeführt: Vom Vorwurf, er habe sich seine Silberhochzeitsfeier vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) mitfinanzieren lassen, ist Funke freigesprochen worden. Was aber nicht der weißen Weste gleichkommt, die er sich in dieser Angelegenheit gerne über
BERLINER MORGENPOST: Milde Justiz ist ein Sicherheitsrisiko Jochim Stoltenbergüber die Freilassung von Beteiligten am tödlichen Alexanderplatz-Überfall ...
Eine Stadt trauert, die Menschen empören sich über die Brutalität der Tat, verantwortliche Politiker wie der Regierende Bürgermeister und der Innensenator gedenken am Tatort des Ermordeten, versprechen unnachsichtige Bestrafung der Totschläger. Und dann das: Kaum sind drei der wohl sechs Tä




