Neue OZ: Kommentar Wahl Ukraine
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nach der Parlamentswahl lassen befürchten, dass sich der zweitgrößte
Flächenstaat Europas politisch nicht Richtung Westen und EU
orientieren wird. Ob es zu einer stärkeren, vor allem
wirtschaftlichen Annäherung an Russland kommt, werden die nächsten
Monate zeigen. Die Regierungspartei von Präsident und Kreml-Freund
Viktor Janukowitsch liegt jedenfalls klar vorn und wird mit den
Kommunisten weiterregieren können. Das ist bitter für die so
kämpferisch aufgetretene Opposition: Neben Julia Timoschenko, die
eine umstrittene Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs verbüßt, galt
Boxweltmeister Vitali Klitschko vielen Ukrainern als Hoffnungsträger.
Er steht für Demokratie und einen West-Schwenk. Doch für dessen
Partei Udar (Schlag) und Timoschenkos Vaterlandspartei reicht es
zusammen nicht. Ob es dabei mit rechten Dingen zuging oder die Wahl
durch Stimmenkauf, Korruption und andere Manipulationen massiv
gefälscht wurde, ist noch unklar. Dass Timoschenko am Wahlkampf
gehindert wurde, beeinflusste den Urnengang hingegen stark. Das Land
mit seinen 45 Millionen Einwohnern bleibt weiter gespalten - der
Westen strebt zur EU, der russischsprachige Osten sieht in Russland
den Verbündeten. Ein Betonkopf wie Janukowitsch ist der Falsche, um
das Volk zu einen. Schade, Ukraine.
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Datum: 28.10.2012 - 22:00 Uhr
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