Jerusalem-Friedensstein geschändet
ID: 755116
Und nun ist Jerusalem auch hier in Bensheim bei Frankfurt" - ließ der
Frankfurter Rabbiner Andrew Steiman in einem Grußwort zur Einweihung
des Friedenssteins am 21. Oktober 2012 in Bensheim-Hochstädten
ausrichten. Doch lange war Jerusalem nicht in Bensheim. Kaum neun
Tage nach der Einweihung des Jerusalem-Friedenssteins wurde er
geschändet. Die Denkmalstätte stehe dabei gerade auch dafür, dass es
nicht beim Mahnen bezüglich der Vergangenheit bleibe, sondern dass
wir in den Frieden und ins neue Miteinander gehen, sagt der Initiator
Thomas Zieringer. Es sei als Friedensmal geplant worden, das die
Frage nach dem äußeren Frieden mit der Frage nach dem inneren Frieden
verknüpfe.
Was können wir als Gemeinschaft gegen den Hass tun? - fragt
Zieringer. Es werde zugeschaut, wie diese Gesellschaft Stück für
Stück ihre Werte aufgebe. "Ja, das ist eben der Vandalismus
heutzutage." Oder: "Ja, es ist zwar kein jüdisches Denkmal, aber da
sind Elemente drin, dass Leute es trotzdem so interpretieren
könnten." Wenn man nicht mal mehr Schönes für Andere auf dem eigenen
Grundstück mit dem eigenen Geld schaffen könne, weil Mitbürger sich
sogar am Wort "Jerusalem" auf einem Stein stören, ist es da nicht
sogar konsequent, sich nur noch um sich selbst zu kümmern? - fragt
der Initiator des Friedensmals. Könne es wirklich sein, dass Menschen
in einem zivilisierten europäischen Land nicht mehr wissen, wie sehr
"Jerusalem" zur eigenen abendländischen Kultur gehöre?
"Denkmal gegen den Ego-Wahn" wurde das Friedensmal in
Bensheim-Hochstädten auch schon genannt. Dass die Schändung des
Friedenssteins damit zusammenhinge, glaubt Thomas Zieringer selbst.
Die Schrift, die zerstört wurde, bildete den Satz: "Yerushalayim (d.
h. Stadt des Friedens) - dass wir die Zäune im Miteinander
überwinden". "Vielleicht wurde unser Denkmal auch nur ganz richtig
als Widerstand gegen den schlimmsten Götzen unserer Zeit
interpretiert" - sagt der Initiator. Das Projekt "Friedensmal für den
Menschen" finden Sie unter http://friedensmal.de
Pressekontakt:
Thomas Zieringer (responsible)
post@friedensmal.de (please contact me per e-mail first)
Tel.: 0049 - 6251 - 860 91 77
Photos for free available.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.11.2012 - 09:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 755116
Anzahl Zeichen: 2546
Kontakt-Informationen:
Stadt:
-------------------------------------------------------------- More Information http://o
Kategorie:
Kunst und Kultur
Diese Pressemitteilung wurde bisher 257 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Jerusalem-Friedensstein geschändet"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Friedensmal Wendepunkt e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Friedensmal Wendepunkt e. V.
NDR Filmpreis für "Eat Sleep Die" und "Die Jagd" ...
Die Filme "Eat Sleep Die" von Gabriela Pichler aus Schweden und "Die Jagd" des dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg teilen sich den mit 12.500 Euro dotierten NDR Filmpreis, der am Sonnabend, 3. November, auf den Nordischen Filmtagen Lübeck vergeben wurde. Die Auszeichnung
Neue OZ: Kommentar zu Film / Leute ...
Großmeister der Selbstdemontage So viel ist sicher: Helmut Berger ist oder war zumindest einmal ein großer Schauspieler. Fest steht aber auch: In den letzten Jahren inszeniert er sich zunehmend als Großmeister der Selbstdemontage. Dazu passt sein, vielleicht sogar ernst gemeintes, Angebot,
Kölner Stadt-Anzeiger: Bestseller-Autor Ken Follett: "Holocaust" umfasst mehr als die Judenvernichtung - "die andere Hälfte der Nazi-Opfer nicht vergessen" ...
Der britische Schriftsteller Ken Follett sieht die Vernichtung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten nicht als singuläres Verbrechen. "Elf Millionen Menschen sind im Holocaust gestorben, die Hälfte davon Juden. Wir sollten die andere Hälfte nicht vergessen", sagte Fo
Studiengebühren müssen sofort abgeschafft werden ...
In Lüneburg fand heute eine Demonstration gegen Studiengebühren in Niedersachsen statt. Auf der Veranstaltung sprach auch die Vorsitzende der LINKEN, Katja Kipping. Sie forderte die sofortige Abschaffung der Campus-Maut: Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE im Landtag von Niedersachsen hat die




