Deutsche Automotive-Branche muss tiefgreifende Veränderungen professionell managen
Eltville-Erbach, 7. November 2012
Das Automobil beherrscht Europas Individualverkehr. So werden aktuell rund 920 Milliarden Kilometer mit dem eigenen Auto zurückgelegt – Tendenz steigend. Das beutet, dass der Fahrzeugbedarf langfristig steigen wird. Die deutsche Automotive-Industrie steht dabei vor großen Herausforderungen und muss in den kommenden Jahren umfangreiche Veränderungen erfolgreich bewältigen, um sich am Markt zu behaupten. Bislang sind die Veränderungsprojekte der deutschen Automotive-Industrie aber häufig nicht von Erfolg gekrönt, so eine Studie der Mutaree GmbH, dem Experten für Veränderungsmanagement. Die Change-Fitness-Studie 2012 von Mutaree zeigt, dass nur rund ein Drittel der Befragten aus dem Fahrzeugbau ihre Veränderungsprojekte erfolgreich abschließen konnten.
Wissen um Veränderungsnotwendigkeit ist kein Erfolgsgarant
Das Wissen um volatile Märkte allein reicht nicht aus, damit Führungsetagen der betroffenen Unternehmen auf alle Veränderungen vorbereitet sind. Eine genaue Identifikation der notwendigen Veränderungen in Verbindung mit einer zielgerichteten Steuerung ist essenziell. Viele Unternehmen haben noch Nachholbedarf, ergab die Mutaree-Studie: Nur die Hälfte der befragten Unternehmen verfügt bei Change-Projekten über klar definierte Ziele. Der Veränderungsbedarf wird zwar erkannt – und das laut der Studie sogar von rund 70 Prozent der Befragten –, jedoch mangelt es im nächsten Schritt an den richtigen Maßnahmen. „Häufig leiten die Unternehmen entsprechende Maßnahmen nicht zielführend ein und passen nicht alle Systeme an das geplante Change-Projekt an. Die gesamte Umsetzung des Change-Vorhabens wird so von den eigenen Führungskräften konterkariert“, sagt Claudia Schmidt.
Change-Management-Teams fehlt das Umsetzungs-Know-how
Das Know-how der eingesetzten Change-Management-Teams ist oftmals unzureichend: Es fehlt Führungskräften und Mitarbeitern an Kompetenzen in Problemlösungsmethoden, ergab die Mutaree-Studie. Bislang wurden bei konkreten Veränderungsprozessen in der Automotive-Branche nur in 41 Prozent der erwähnten Fälle adäquat ausgebildete Teams zusammengestellt. „Dies ist ein deutliches Zeichen, dass vor allem in dieser Branche Nachholbedarf besteht. Dieser Zustand ist eindeutig erfolgskritisch, zumal vor allem Führungskräfte als Mittler zwischen den einzelnen Hierarchieebenen auftreten und ein Projekt zentral in der Umsetzungsphase steuern müssen. Um die geforderten Veränderungen – unabhängig ob technische Anforderungen oder Marktveränderungen – auch tatsächlich erfolgreich umsetzen zu können, sollte eine solide Change-Qualifikation fester Bestandteil der Unternehmensführung sein“, sagt Mutaree-Geschäftsführerin Schmidt.
Problematisch wird diese Wissenslücke, wenn nach Know-how der Mitarbeiter im Rahmen eines Veränderungsprozesses gefragt wird. Auch hier zeigt die Studie Handlungsbedarf auf: Bis zu 84 Prozent der Befragten konnten keine Basisstrategien für erfolgreiche Veränderungsprojekte nennen.
Probleme rechtzeitig zu erkennen, ist ein Erfolgsfaktor
Ein zentraler Erfolgsfaktor für Change-Projekte ist, dass Führungskräfte und Mitarbeiter miteinander kooperieren und sämtliche Informationen, die das Veränderungsvorhaben betreffen, allen Beteiligten transparent gemacht werden. Rund 82 Prozent derjenigen Unternehmen, die Change-Projekte erfolgreich umgesetzt haben, erkennen Veränderungsbedarf frühzeitig, sodass mit 63 Prozent die Mehrzahl der Firmen auch frühzeitig qualifizierte Teams bilden.
Die Branche steht vor umfangreichem Change-Bedarf
Viele Unternehmen der Automotive-Industrie stehen vor erheblichen Herausforderungen, die Veränderungsbedarf mit sich bringen:
• Neue Fertigungsprozesse bei Verbrennungsmotoren. Hierbei steht der Einsatz alternativer Materialien im Vordergrund. Beispielsweise spielen Stahlkolben statt Aluminiumkolben im modernen Motorenbau eine immer größere Rolle.
• Es werden auch Produktionskapazitäten, also ganze Produktionslinien aus Europa nach Asien verschoben. Zu hohe Einfuhrzölle auf Bauteile aus dem Ausland, bzw. besondere Steuervorteile, wenn im Land produziert wird, zwingen die gesamte Branche zu diesem Schritt.
• Durch diese Verschiebung der Produktionsstandorte entstehen immer wieder neue Change-Projekte, denn die Unternehmen müssen sich an die jeweiligen lokalen, kulturellen Gepflogenheiten anpassen.
• Eines der größten Probleme in der Automotive-Branche ist der drohende Fachkräftemangel bei allen MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Hier ist rasches Handeln notwendig, wenn Unternehmen zukunftsfähig bleiben und die anstehenden Herausforderungen angehen wollen.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Über die Mutaree GmbH:
Die Mutaree GmbH ist der Experte für Veränderungsmanagement. Das Leistungsangebot umfasst die Planung und Steuerung von Veränderungsprozessen sowie die Umsetzungsbegleitung zur Erreichung der gesetzten Veränderungsziele. Dabei steht der Mensch immer im Mittelpunkt. Mutaree berät Kunden aus verschiedenen Branchen: Banken und Versicherungen, Chemie und Pharma, Energieversorgung, Gesundheitswesen, Telekommunikation, Öffentliche Verwaltung sowie Touristik. Die Mutaree GmbH ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU).
Kontakt Mutaree:
Mutaree GmbH
Eberbacher Straße 106
65346 Eltville-Erbach
www.mutaree.com
Datum: 07.11.2012 - 10:32 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Stefan Roth
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