Haiti droht eine Hungersnot / 1,8 Millionen Haitianer von Hurrikan Sandy betroffen (BILD)
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(ots) -
In Haiti droht eine Hungersnot. Durch Hurrikan Sandy wurden
Schätzungen zufolge 70 Prozent der Ernte vernichtet. Schon jetzt sind
600.000 Menschen von Hunger bedroht. Die haitianische Regierung hat
am vergangenen Samstag den Notstand ausgerufen und bittet, zusammen
mit der UN-Welternährungsorganisation (FAO), die internationale
Gemeinschaft um Hilfe: 74 Millionen US-Dollar seien notwendig, um den
weitgehend zerstörten Agrarsektor wieder aufzubauen. nuestros
pequeños hermanos (nph) kümmert sich seit 25 Jahren in Haiti um Not
leidende Menschen und verfügt über geeignete Strukturen, um schnelle
Hilfe zu leisten.
Haitis Premierminister Laurent Lamothe sprach nach Hurrikan Sandy
von einem "Desaster größeren Ausmaßes". Das bestätigt Cassagnol
Destiné, Mitarbeiter von nph deutschland: "Der Wiederaufbau des
Landes, der nach dem Erdbeben begann, wurde durch das Unwetter
zurückgeworfen." Destiné ist erst vor wenigen Tagen aus Haiti
zurückgekehrt. Durch Hurrikan Sandy kamen 54 Menschen ums Leben, 22
weitere werden vermisst. Mehr als 1,8 Millionen Haitianer leiden
unter den Folgen des Sturms: 20.000 wurden obdachlos, andere verloren
ihr Hab und Gut in den Fluten. Da ein Großteil der Ernte zerstört
wurde, geht die UN-Koordinationsstelle für humanitäre Angelegenheiten
(OCHA) davon aus, dass in Kürze rund eine Million Haitianer akut von
Hunger bedroht sind - immerhin 10 Prozent der Bevölkerung. Um den
Menschen in dieser Situation beizustehen, leistet nph Nothilfe.
Sofort nach dem Hurrikan verteilte das Kinderhilfswerk Lebensmittel,
sauberes Wasser und Kleidung. Weil durch das Unwetter und die damit
verbundenen Überschwemmungen auch die Zahl der Cholera-Erkrankungen
zunimmt, sind auch die Ärzte der Organisation gefordert. In der
Choleraklinik von nph haiti werden zurzeit täglich zwischen 70 und
100 Menschen behandelt. "Es ist davon auszugehen, dass wir in diesem
Monat weit über 1.000 Patienten versorgen werden", prognostiziert
Cassagnol Destiné. In Zusammenarbeit mit action medeor werden in den
nächsten Tagen von Deutschland aus Medikamente per Luftfracht auf den
Weg nach Haiti gebracht. Weitere Medikamente zur Behandlung der
Cholera werden sobald wie möglich in Containern verschifft.
nph haiti ist selbst vom Hurrikan betroffen: Dächer der
Einrichtungen wurden abgedeckt oder beschädigt, Fenster zerstört und
Generatoren und Transformatoren überflutet. Das Kinderhilfswerk hat
in dem Inselstaat zwei Kinderdörfer, Schulen, Ausbildungs- und
Produktionswerkstätten, sowie medizinische und therapeutische
Einrichtungen aufgebaut. In den Kinderdörfern leben rund 700 Mädchen
und Jungen. Darüber hinaus besuchen weitere 10.000 Kinder die
nph-eigenen Schulen und Ausbildungswerkstätten und werden
mitversorgt. Viele dieser Kinder gehen in eine der 27 Straßenschulen
in den Armenvierteln von Port-au-Prince oder den ländlichen Regionen.
In den medizinischen Einrichtungen von nph haiti versorgen die Ärzte
rund 200.000 Menschen jährlich. Im Rahmen von
Nachbarschaftsprogrammen liefert das Kinderhilfswerk schon seit
Jahren Lebensmittel und sauberes Wasser in die Armenviertel. Rund
250.000 Haitianern kommt diese Hilfe zu Gute.
Um weiterhin Nothilfe leisten zu können, ist nph deutschland
dringend auf Spenden angewiesen: Konto 8747003, BLZ 660 205 00 bei
der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe. Stichwort: Haiti
Pressekontakt:
Dagmar Schneider
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Durchwahl: 0721 35440-167, Mobil: 0173 5335086
E-Mail: dagmar.schneider@nph-deutschland.org
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Datum: 07.11.2012 - 18:06 Uhr
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