Photovoltaik als alternative Energiequelle für Mobilfunkanlagen
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Photovoltaik als alternative Energiequelle für Mobilfunkanlagen
Die 180°-Energiewende beschäftigt nicht nur Regierungen und diverse Arbeitsgruppen, auch Mobilfunkunternehmen machen sich Gedanken um mehr Nachhaltigkeit in der Energieversorgung. So lässt die E-Plus Gruppe in Sachen erneuerbarer Energien im Mobilfunk derzeit nichts unversucht: Unweit der Düsseldorfer Zentrale haben Techniker im September erstmals auf einem Hausdach in Ratingen die Energieversorgung einer Mobilfunk-Basisstation um eine 2,94 kWp-Photovoltaik-Komponente ergänzt.
Mehrere Solarmodule mit einer Gesamtfläche von 19 Quadratmetern versorgen die Funkstation tagsüber mit Energie, während nachts (noch) die klassische Energieversorgung einen durchgehenden Betrieb sicherstellt. Auslöser für den Umbau waren die sehr guten Erfahrungen mit der ersten energieautarken Mobilfunkstation im westfälischen Versmold. Auf einem Maisfeld in Versmold-Loxten hat die E-Plus Gruppe im April dieses Jahres erstmalig einen Mobilfunkturm ohne externen Stromanschluss gebaut und in Betrieb genommen. Die vom Ort abgelegen stehende Anlage kommt ganz ohne eine klassische Energieversorgung aus. Zur Energiegewinnung greift die Mobilfunkanlage auf eine vertikale Windkraftanlage, Solarmodule mit computergesteuerter Sonnenstandsnachführung und Brennstoffzellen zurück. Ein zweiter Standort ist in Arbeit: Erst vor zwei Wochen hat der Bau der zweiten energieautarken Station in Büren begonnen. Beide Anlagen bilden nur einen kleinen Teil des Umweltengagements der E-Plus Gruppe.
Weil mit der Ausbeute der Solarmodulen in Versmold bisher sehr gute Erfahrungen gemacht wurden, will das Mobilfunkunternehmen nun weitere Versuche mit erneuerbaren Energien im Mobilfunk unternehmen. So soll sich mit der Zwei-Wege-Stromversorgung am Standort Ratingen der Energiebedarf aus fossilen Quellen ganz erheblich reduzieren.
"Mit der Anlage in Ratingen wollen wir weitere Erfahrungen mit dem Einsatz erneuerbarer Energien im Mobilfunk sammeln. Diese Erfahrungen sollen uns zukünftig helfen, unsere Spitzenposition als effizientestes Mobilfunknetz Deutschlands auszubauen", erläutert Dr. Karsten Menzel, Abteilungsleiter Environment, Health Safety, das Vorhaben. Noch gilt das Projekt als Pilotanlage. Der reale Betrieb der Anlage und die dann in wenigen Monaten ermittelten Gesamtkosten und Erträge werden zeigen, welche Auswirkungen der Einsatz von Solarmodulen an geeigneten Mobilfunkstandorten auf die Energiebilanz der Netze insgesamt hat. Immerhin benötigt ein bundesweites Mobilfunknetz mit vielen tausend Standorten im 24-Stunden-Betrieb heute jährlich etwa genauso viel Energie wie 85.000 Haushalte. Alternative Quellen können diesen Grundbedarf zwar nicht grundsätzlich reduzieren, sie können aber helfen, auf die ohnehin immer knapper werdenden fossilen Rohstoffe wie Öl oder Gas zukünftig immer weniger angewiesen zu sein.
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Datum: 26.11.2012 - 16:15 Uhr
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