Gesundheit in den USA
Weitere Schritte für Obamacare
Ein wesentlicher Bestandteil von Obamacare ist die verpflichtende Krankenversicherung für alle US-Amerikaner. In diesem Zusammenhang schätzt die Haushaltsbehörde der USA, dass die Anzahl der neu Versicherten allein 2014 um 18 Mio. steigen wird. Für den Gesundheitssektor entsteht dadurch eine enorme zusätzliche Nachfrage nach medizinischen Produkten und Dienstleistungen, die die Gesundheitswirtschaft entsprechend ankurbelt.
Trotz der grundsätzlich positiven Signale ist die genaue Umsetzung der Reform noch nicht in allen Details geklärt, erläutert Hartauer. Fraglich ist bspw., inwiefern die Reform deutlich mehr Ansätze zur Kostenkontrolle bieten müsse. Hier zeigt sich Obama bereit für konstruktive Lösungsvorschläge. Weiterhin bleibt die massive Kritik an Obamacare vonseiten der Republikaner bestehen. Daher ist es wahrscheinlich, dass im Rahmen der notwendigen Verhandlungen zur Fiskalklippe Kompromisse eingegangen werden, die teilweise zulasten der Gesundheitsreform gehen. So hat der Republikaner John Boehner, Vorsitzender des US-Repräsentantenhauses, bereits im Vorfeld eine gewisse Bereitschaft signalisiert, Steuererhöhungen für Wohlhabende zu akzeptieren. Im Gegenzug jedoch forderte er Einsparungen bei den US-Gesundheitsprogrammen Medicare und Medicaid. Es zeichnet sich demnach die Tendenz ab, dass Obama den Republikanern kleine Erfolge im Bereich der Gesundheitsreform lassen wird, ohne dabei jedoch die grundsätzliche Umsetzung dieses Vorhabens zu gefährden.
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Datum: 27.11.2012 - 11:35 Uhr
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