Neue OZ: Kommentar zu Versicherungen
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Das ist aber ein schönes Weihnachtsgeschenk, das die
Bundesregierung den Lebensversicherern macht! In wesentlichen Punkten
unterscheidet es sich allerdings von den üblichen Präsenten zum Fest:
So wussten die Beschenkten von ihrem Glück früher als die edlen
Spender. Denn das sind die Kunden der Versicherungen. Bis heute
wurden diese nicht darüber informiert, was sie die Großzügigkeit der
Politiker gegenüber den Lebensversicherern am Ende kostet. Das ist
ein Skandal.
Skandalös muten auch einige Begleitumstände des
Gesetzgebungsverfahrens an: So sollen bei der Abstimmung im Bundestag
am späten Abend des 8. November nur etwa 40 Abgeordnete zugegen
gewesen sein. Die Änderung des deutschen Versicherungsvertragsrechts
soll dann als "SEPA-Begleitgesetz", verborgen in einem Wust von
Neuregelungen zur Schaffung des europäischen Zahlungsraums (SEPA),
durchgewinkt worden sein.
Anders als die Versicherten, die durch die empörende
Informationspolitik der Versicherer keine Chance hatten, rechtzeitig
zu handeln, ist es für die Politik noch nicht zu spät. Die von den
Kürzungen bei den Überschussbeteiligungen Betroffenen erwarten zu
Recht Unterstützung. Die Versicherer, die derzeit mit teuren
Kampagnen um Vertrauen werben, sind derweil auf dem besten Weg, die
Kunden endgültig gegen sich aufzubringen. Zum Fest der Liebe stehen
die Zeichen auf Sturm.
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Datum: 27.11.2012 - 22:00 Uhr
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