Neue OZ: Kommentar zu NPD-Verbot
ID: 773853
Ein Konfliktthema in der niedersächsischen Landespolitik ist
abgeräumt. Nachdem die meisten Bundesländer bereits vorzeitig auf ein
erneutes NPD-Verbotsverfahren eingeschwenkt waren, verspürte
Ministerpräsident David McAllister offenbar keine Lust mehr, sich in
dieser Problematik kurz vor der Wahl zu verkämpfen. Er gab den Weg
frei für einen zweiten Anlauf in Karlsruhe - und sorgte damit für
Konsens im heimischen Parteienlager.
Das Umschalten von Defensive auf Offensive hat die Regierung
durchaus geschickt vollzogen. Statt Bedenken einfach auf
populistische Weise beiseitezuschieben, beauftragte sie zwei
ausgewiesene Experten mit einer Analyse des 1000-seitigen
Belastungsmaterials gegen die Ultra-Rechten. Die daraus abgeleitete
Prognose für die Chancen vor Gericht fiel eindeutig aus: Es gibt zwar
Risiken, aber gute Aussichten auf Erfolg.
Alles andere als das klare Urteil, dass die NPD aggressiv die
demokratische Grundordnung bekämpft und somit verfassungswidrig ist,
wäre fatal. Es würde der inzwischen todgeweihten Partei neues Leben
einhauchen.
Aber selbst ein Verbot der NPD hätte nicht automatisch
durchschlagende Wirkung. Solange rechtsextremes Gedankengut mit
Ausländerhass und Antisemitismus in dieser Gesellschaft verbreitet
ist, findet sich immer wieder Nährboden für neue Organisationen. Auch
ein NPD-Nachfolger steht ja schon parat.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.11.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 773853
Anzahl Zeichen: 1709
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 187 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu NPD-Verbot"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der sächsische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Michael Kretschmer hat die Brandmauer-Debatte in seiner Partei erneut scharf kritisiert. "Der Begriff der Brandmauer nutzt den Rechtsextremen enorm. Sie können die Märtyrer geben. Sie stellen sich als politische Kraft dar
Kretschmer gegen Rasenmäher-Kürzungen und offen für Steuererhöhungen / CDU-Vize: Für Gesamtpaket muss sich auch die Union bewegen ...
Sachsens Ministerpräsident und CDU-Vize Michael Kretschmer hat Pläne für pauschale Subventionskürzungen kritisiert und für ein Gesamtpaket auch mit Steuererhöhungen als "letzten Baustein" geworben. "Die Rasenmäher-Methode ist keine kluge Politik. Wir müssen den Wählern schon
Ex-Ministerpräsident Torsten Albig rät SPD zum Einreißen der Brandmauer zur AfD ...
Als erster prominenter SPD-Politiker rät Schleswig-Holsteins früherer Ministerpräsident Torsten Albig seiner Partei, die Brandmauer zur AfD einzureißen. "Wenn 30 Prozent diese Partei wählen, können wir nicht auf Dauer so tun, als wäre das die Ausgeburt der Hölle", sagte Albig der &
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Internetpranger ...
Schaf im Wolfspelz Was wurde um die Überarbeitung des Verbraucherinformationsgesetzes gerungen! Vor allem die Pflicht zur Veröffentlichung von Hygieneverstößen unter Nennung der Betriebe sorgte für Gesprächsstoff. Doch spätestens jetzt zeigt sich das wahre Gesicht der Novelle: Sie ist
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Reform desärztlichen Bereitschaftsdienstes ...
Das Gesundheitswesen hierzulande hält uns Patienten ja seit Jahren mit allerlei Finessen auf Trab: Zuzahlungen, Praxisgebühren, Ärztestreiks oder deren Androhung, verweigerte Kassenleistungen und was der Gemeinheiten noch mehr sind. Und als Krönung sollen wir uns ab Januar gefallen lassen, da
Weser-Kurier: Der "Weser-Kurier" (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 30. November zur Neubesetzung des Bremer Senats ...
Dass nun zwei Senatoren sich dieser Probleme annehmen, ist eine richtige Entscheidung. Die zusätzlichen Kosten dürfen hier kein Argument sein. Die Doppelbelastung, der Jürgens-Pieper in den vergangenen eineinhalb Jahren ausgesetzt war, ist immer wieder zum Vorwurf gemacht kritisiert worden. D
Lausitzer Rundschau: Ein Termin für alle Zu den Tricksereien um die Bundestagswahl 2013 ...
Innenminister Hans-Peter Friedrich sollte das Votum der Mehrheit der Länder für den 22.September 2013 als Wahltermin der nächsten Bundestagswahl wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk betrachten. Es bewahrt ihn vor dem peinlichen, staatspolitisch sogar gefährlichen Versuch, Bund




