Deutsche AIDS-Hilfe kooperiert mit Bundesagentur für Arbeit gegen Diskriminierung
ID: 774164
AIDS-Hilfe (DAH) unterzeichnen in Berlin eine gemeinsame Erklärung //
Ziel: Umgang mit HIV-Positiven offen in Jobcentern und
Arbeitsagenturen thematisieren und Beratungsqualität verbessern
Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember rückt jährlich das Thema HIV in
den Blickpunkt der Öffentlichkeit, das sonst oft tabuisiert wird.
Menschen mit HIV sind auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Das
größte Problem sind dabei Vorurteile und Wissensdefizite bezüglich
des Lebens mit HIV. Hinzu kommen unter Umständen physische,
psychische und soziale Folgen der Infektion. Menschen mit HIV ins
Erwerbsleben zu integrieren kann daher eine sehr komplexe Aufgabe
sein. Fest steht: Eine HIV-Infektion muss im Berufsleben kein
Hindernis sein - wenn alle Beteiligten gut informiert sind.
Carsten Schatz, Vorstandsmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe:
"Menschen mit HIV erleben im Berufsleben und bei der Arbeitssuche in
vielfältiger Weise Diskriminierung - von Klatsch und Tratsch über
Mobbing bis hin zur rechtswidrigen Kündigung. Zugrunde liegen meist
irrationale Ängste, HIV-Positive könnten das Virus bei der Arbeit
weitergeben oder wären weniger leistungsfähig. Solche Vorurteile
lassen sich nur abbauen, indem man darüber redet. Deswegen freuen wir
uns sehr über diese zukunftsweisende Kooperation mit der
Bundesagentur für Arbeit!"
"HIV ist kein Vermittlungshemmnis und es ergibt sich daraus erst
recht kein Berufsverbot. Das müssen wir uns auch in den Jobcentern
und Arbeitsagenturen immer wieder vor Augen führen. Das Wissen um
diese Infektion darf uns in der täglichen Arbeit nicht beeinflussen.
Auch wir sind nicht frei von Vorbehalten, aber genau daran wollen wir
ansetzen", so Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der BA.
Die gemeinsame Erklärung, die heute von Schatz und Alt
stellvertretend für die DAH und die BA unterzeichnet wurde,
beschreibt mögliche Ansätze. Ziel der Kooperation ist es, den Umgang
mit HIV-Positiven offen zu thematisieren, zu sensibilisieren und
damit die Beratungsqualität zu verbessern. Dazu sollen für die
Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern und Arbeitsagenturen durch
die DAH zum Beispiel Fortbildungen angeboten werden. "Mein Ziel oder
Wunsch ist es, dass jeder HIV-Positive und Aids-Kranke weiß, dass im
Jobcentern oder in der Arbeitsagentur ein Experte sitzt, mit dem er
offen über seine Probleme sprechen kann", betont Alt.
Den Text der Erklärung finden Sie unter
www.aidshilfe.de/sites/default/files/Gemeinsame_Erklaerung_BA_DAH.pdf
Mehr Informationen: www.aidshilfe.de
Pressekontakt:
Holger Wicht
Pressesprecher
030 69 00 87 16
0171 274 95 11
holger.wicht@dah.aidshilfe.de
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Datum: 30.11.2012 - 11:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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Berlin
Kategorie:
Menschenrechte
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