Westfalenpost: Ein gesellschaftlichesÜbel
Von Andre Schweins
ID: 776901
Gesellschaft? Und vor dem Mitmenschen, der das Hobby Fußball teilt
und trotzdem zum Opfer ungehemmten Frustabbaus wird. Das ist
unerträglich.
Vom tätlichen Angriff zur vielleicht tödlichen Attacke ist es
nicht weit, wie der Fall aus den Niederlanden zeigt. Er verdeutlicht
zudem, dass Gewalt schon lange keine Frage des Alters mehr ist. Ein
Schiedsrichter wird darauf vorbereitet, den Spielregeln Geltung zu
verschaffen.
Es gibt zu wenig präventiven Handlungsspielraum, um Gewalt zu
verhindern. Denn das dramatische Herabsinken der Hemmschwelle ist
kein Fußball-Problem während der 90 Minuten, sondern ein Übel unserer
Gesellschaft. Werte und Normen werden mit Füßen getreten. Beim Sport.
Aber auch bei der nächtlichen Begegnung vor der Disco oder auf dem
Bahnsteig.
Es sind alle Verantwortungsbewussten, die die schwere Last einer
Eindämmung der Gewalt zu tragen haben. Mit Aufmerksamkeit und mutigem
Einschreiten. Diese Besonnenen dürfen nicht zur Minderheit werden.
Aber eines ist sicher: Betroffen stehen auch wir vor dem
Gewalt-Desaster im Nachbarland. Und dann wird doch wieder getreten,
geschlagen, ehrabschneidend beleidigt. Nicht nur auf dem
Fußballplatz.
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Westfalenpost
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Datum: 04.12.2012 - 19:38 Uhr
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Politik & Gesellschaft
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