Welttuberkulosetag 2009: Stoppt TB – jeder trägt Verantwortung

Welttuberkulosetag 2009: Stoppt TB – jeder trägt Verantwortung

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Welttuberkulosetag 2009: Stoppt TB – jeder trägt Verantwortung

Berlin - Tuberkulose ist weltweit die am häufigsten zum Tode führende behandelbare Infektionskrankheit. In Deutschland ist die Zahl der Erkrankungen seit Jahren rückläufig, allerdings gibt e



(pressrelations) - - Tuberkulose ist weltweit die am häufigsten zum Tode führende behandelbare Infektionskrankheit. In Deutschland ist die Zahl der Erkrankungen seit Jahren rückläufig, allerdings gibt es einzelne Orte mit zuletzt steigender Tendenz. „Eine Tuberkulose-Erkrankung erfordert meist aufwändige Maßnahmen des Gesundheitsamtes und mehrere Wochen Krankenhausbehandlung“, betont Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts, anlässlich des Welttuberkulosetags am 24. März. Das Motto des diesjährigen Tages ist „Stoppt TB – jeder trägt Verantwortung“. Die nationale und internationale Tuberkulose-Situation ist auch Thema eines Symposiums, das am 22./23.3.2009 im Langenbeck-Virchow-Haus in der Luisenstraße 59 in Berlin-Mitte durchgeführt wird. Organisiert wird das Symposium von dem dort ansässigen Koch-Metschnikow-Forum und Partnern im In- und Ausland, darunter das Robert Koch-Institut.

Nach dem soeben erschienenen RKI-Bericht zur „Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland im Jahr 2007“ wurden dem Robert Koch-Institut insgesamt 5.020 Tuberkulosen (Vorjahr: 5.382) übermittelt, was 6,1 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner entspricht (Vorjahr: 6,5). Im Jahr 2007 wurde auch ein leichter Rückgang resistenter Erreger beobachtet: Der Anteil multiresistenter Stämme sank von 2,2 % auf 2,0 %. Beim RKI laufen die Daten für Deutschland zusammen, insbesondere zu Behandlungsergebnissen und zur Resistenzsituation, das RKI ist auch nationaler Kontaktpunkt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Tuberkulose-Kontrolle.

Nach Angaben der WHO im Tuberkulose-Report für 2006 sind die Erkrankungszahlen in allen Regionen der Erde erstmals gesunken - außer in der WHO-Region Europa, zu der auch die Staaten der ehemaligen Sowjetunion (GUS) zählen. In Deutschland gibt es eine Reihe von Aktivitäten in den besonders betroffenen Regionen: So führt das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose ein Stipendienprogramm für osteuropäische und asiatische Gastärzte durch, neben weiteren nationalen und internationalen Projekten. Osteuropa ist auch der Schwerpunkt des Koch-Metschnikow-Forums, einer deutsch-russischen Initiative des Petersburger Dialoges, die Kooperationsprojekte auf dem Gebiet der Bekämpfung der Infektionskrankheiten koordiniert und gestaltet. Das Nationale Referenzzentrum für Mykobakterien in Borstel führt, auch in seiner Funktion als Supranationales Referenzzentrum der WHO, Qualitätskontrollen zur Tuberkulosediagnostik in mehr als einem Dutzend Staaten durch, hilft beim Aufbau von Tuberkulose-Programmen und -Laboratorien, vorwiegend in den GUS-Ländern, und bietet Trainingskurse an.



Die Tuberkulose manifestiert sich in Deutschland bei etwa 80% der Erkrankten als Lungentuberkulose, sie kann aber jedes Organ befallen. Dementsprechend vielgestaltig präsentiert sich diese Erkrankung. Die initiale Symptomatik ist meist uncharakteristisch; mögliche Allgemeinsymptome sind Einschränkungen des Allgemeinbefindens, Gewichtsabnahme, Konzentrationsstörungen, Fieber, vermehrtes Schwitzen (besonders nachts), Appetitmangel, Müdigkeit, allgemeine Schwäche oder Zeichen eines grippalen Infektes. Respiratorische Beschwerden können in Form von Husten, Thoraxschmerzen und Atemnot auftreten. Jeder länger als drei Wochen bestehende Husten sollte unbedingt abgeklärt werden.

Weitere Informationen:
http://www.pneumologie.de
http://www.kmforum.eu
http://www.fz-borstel.de
http://www.rki.de


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Datum: 16.03.2009 - 17:30 Uhr
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