Plan B für 2013
Glaubt man den Auguren, wird es im kommenden Jahr mit der deutschen Wirtschaft abwärts gehen. Ein Plan B muss her.

(PresseBox) - (Becker von Buch) Haben Sie auch das Gefühl, dass zwar alles teurer wird, die Mehrausgaben aber überall landen, nur nicht auf Ihrem Geschäftskonto? Dann geht es Ihnen wie vielen Tausend anderen Unternehmern, Selbstständigen und Freiberuflern. Und im nächsten Jahr soll sich diese Situation noch verschärfen, so die einhellige Expertenmeinung. Gehen Umsatz und Gewinn zurück, kommt klassischerweise der Rotstift zum Zuge. Das ist auch gut so - sofern man sich über die Konsequenzen im Klaren ist. Denn sparen allein reduziert zwar die laufenden Kosten, versetzt die geschäftlichen Aktivitäten aber womöglich in eine Art Totenstarre: Nichts bewegt sich mehr. "Sparen allein ist Reaktion, nicht Aktion", warnt denn auch Dr. Sebastian Dominic von Buch von der Becker und Buch Unternehmensberatung in Hannover. "Wer hier nicht dezidiert vorgeht, nabelt sich früher oder später vom Rest des Marktes ab. Um ganz vorn zu bleiben, muss ein Unternehmer vielmehr ständig agieren - und d ie dazu notwendigen Mittel bereitstellen, auch wenn es schwer fällt"
Notfallplan für jede Situation
Der Unternehmensberater empfiehlt deshalb die Ausarbeitung eines "Plan B", der dann greifen müsse, wenn sich die geschäftliche Situation drastisch zu verschlechtern droht. "Kernelemente dieses Notfallplans sind betriebs- und marktwirtschaftliche Indikatoren sowie darauf abgestimmte Stellschrauben", erklärt von Buch. "Die Indikatoren holt man sich einerseits aus der BWA der vergangenen Monate, andererseits aus Marktbeobachtungen, zum Beispiel über Internet-Preissuchmaschinen. Stellschrauben sind unter anderem Personal- und Stückkosten, Investitionen sowie Ausgaben für Marketing und Vertrieb" In der Plan-B-Umsetzung hieße das beispielsweise: Sobald der Monatsumsatz eines Produkts oder einer Dienstleistung eine bestimmte Schwelle unterschreitet, wird die entsprechende Stellschraube aktiviert. "Das bedeutet aber nicht automatisch Kostensenkung", betont von Buch. "Es kann auch das genaue Gegenteil in Gang setzen, beispielsweise gezielte Werbung in Fachmedien." Diese Ausgaben wiede rum müssten nach einem definierten Zeitraum eine Kosten/Nutzen-Analyse durchlaufen, so der Experte weiter. "Ein professioneller Notfallplan ist quasi dreidimensional: Hinter jeder Stellschraube steckt immer noch wenigstens eine andere."
Unzeitgemäßen Produkten hilft kein Plan B
Für die Bewältigung einer geschäftlichen Krise gebe es allerdings keinen Königsweg, betont von Buch. Kreativität und Flexibilität seien nach wie vor die besten Voraussetzungen, das Unternehmensschiff wieder ins richtige Fahrwasser zu geleiten. "Ein Plan-B beschreibt lediglich ein Szenario, definiert die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Chancen", sagt er. "Wer mit unzeitgemäßen Produkten, Dienstleistungen oder Preisen am Markt agiert, dem hilft auch ein noch so detaillierter Notfallplan nicht weiter."
Die OPS Netzwerk GmbH verlegt das P.T. Magazin und betreibt das Portal www.kompetenznetz-mittelstand.de. Die durchgängige redaktionelle Leitlinie ist die Würdigung unternehmerischen Handelns, wie sie im Motto der unabhängigen Oskar-Patzelt-Stiftung ?Gesunder Mittelstand - Starke Wirtschaft - Mehr Arbeitsplätze? zum Ausdruck kommt.
Das P.T. Magazin bietet mittelständischen Unternehmern eine neue Kommunikationsplattform im Vergleich zu anderen Wirtschaftsmagazinen. Der Unternehmer wird als persönlich agierender und meist haftender Macher und Initiator angesprochen, als Entscheider von Outsourcing bis zu Personalaufgaben und technischen Investitionen.
Die Plattform www.kompetenznetz-mittelstand.de ist zugleich Präsentations- und Kommunikationsplattform und dient der Organisation des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes", indem Nominierungen und Juryarbeit über dieses Portal organisiert werden.
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Datum: 07.12.2012 - 08:23 Uhr
Sprache: Deutsch
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