neues deutschland: Fanforscher Pilz kritisiert "wild gewordene Innenminister"
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Gespräch mit der Tageszeitung "neues deutschland" (Mittwochausgabe)
die Innenminister der Länder dafür kritisiert, das Thema Gewalt im
Fußball für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. "Die Fans haben ein sehr
feines Gespür für die aktuelle Situation, wo ein paar wild gewordene
Innenminister meinen, angesichts bevorstehender Wahlen durch massive
Drohgebärden noch mal punkten zu müssen. Mit ständig neuen absurden
Ideen, versuchen sie Druck zu machen, ob nun Abschaffung der
Stehplätze oder Finanzierung von Polizeieinsätzen durch den Fußball,
was verfassungsrechtlich nicht möglich ist. Da gibt es sogar
Gegenwind von der Regierung", sagte Pilz gegenüber "nd". Das Mitglied
der DFB-Kommission für Prävention und Sicherheit sprach sich trotzdem
für die Annahme des überarbeiteten DFL-Sicherheitskonzepts durch den
Ligaverband an diesem Mittwoch aus. "Es ist ein durchaus tragfähiges
Konzept. Die DFL hat sich damit klar auf die Seite der Fans
geschlagen", so Pilz. Die Gewaltdiskussion hält er für aufgebauscht.
Die Anzahl der Vorfälle sei im Verhältnis zur gestiegenen Fanzahl
seit 2000 rückläufig. "Ohne auch nur einen Funken entschuldigen zu
wollen: Nicht nur die Chaoten unter den Fans tragen Schuld, sondern
auch die Polizei sorgt durch falsche Strategien für eine Eskalation
der Gewalt", sagte Pilz.
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Datum: 11.12.2012 - 16:59 Uhr
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