Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Geburtenrate
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für ihre Kinder zu da zu sein. Die neue Studie des Bundesinstituts
für Bevölkerungsforschung zeigt, dass das Bild der »guten Mutter«,
die zu Hause bleibt, weiterhin in Deutschland verwurzelt ist. Diese
Aufgabe verdient Achtung. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen,
dass auch arbeitende Frauen hervorragende Mütter sein können.
Kollektives Kopfschütteln am Kaffeetisch beim Gespräch über die frühe
Betreuung des Kindes in einer Krippe erweckt oft einen anderen
Eindruck. Betroffene Frauen fühlen sich diskriminiert. Das darf nicht
sein. Ob Kita oder zu Hause: Jede Frau hat gute Gründe für ihre
Entscheidung. Wenn Frauen keine Kinder bekommen, liegt das auch an
der Gesellschaft. Politik kann noch so viele Hilfen schaffen. Das
nützt nichts, wenn Muttersein nicht wertgeschätzt wird. Beruf vor
Kind: Das ist das Ergebnis einer leistungsorientierten Welt. Der Ruf
nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf passt dazu. Er ist
berechtigt, aber der zweite Schritt. Der erste ist uneingeschränkter
Respekt vor der Mutterrolle - egal ob mit oder ohne Job vereinbart.
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Andreas Kolesch
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Datum: 17.12.2012 - 20:19 Uhr
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