Irakische Flüchtlinge werden begrüßt

Irakische Flüchtlinge werden begrüßt

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Irakische Flüchtlinge werden begrüßt



(pressrelations) - Die ersten 120 irakischen Flüchtlinge kommen heute mit einer Chartermaschine aus Syrien auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen an. Es handelt sich hierbei in erster Linie um Angehörige im Irak verfolgter religiöser Minderheiten, insbesondere Christen. Die Flüchtlinge werden vom Innenminister des Landes Niedersachsen, Uwe Schünemann, und vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Peter Altmaier, begrüßt.

Zur Ankunft der Flüchtlinge in Deutschland erklärt der Parlamentarische Staatssekretär Altmaier:

„Die Ankunft der ersten irakischen Flüchtlinge in Deutschland ist das Ergebnis einer sehr guten Zusammenarbeit sowohl zwischen Bund und Ländern als auch auf europäischer und internationaler Ebene. Deutschland leistet damit einen wichtigen humanitären Beitrag als Mitglied der Europäischen Union und der internationalen Staatengemeinschaft. Wir helfen denen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.“

Die Europäischen Innenminister hatten im November letzten Jahres beschlossen, bis zu 10.000 irakische Flüchtlinge aus Syrien und Jordanien aufzunehmen. Bundesinnenminister Dr. Schäuble hatte im Rahmen dieser Beschlussfassung erklärt, dass sich Deutschland mit der Aufnahme von 2.500 Flüchtlingen beteiligen werde.

Ziel dieser humanitären Aufnahmeaktion ist es, besonders solchen hilfsbedürftigen irakischen Flüchtlingen eine Zukunft in Deutschland zu ermöglichen, die weder eine Bleibeperspektive in Syrien und Jordanien noch eine Rückkehrperspektive in den Irak haben. Dies betrifft insbesondere Angehörige im Irak verfolgter religiöser Minderheiten. Bei der Auswahl der 2.500 Flüchtlinge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird neben humanitären Kriterien auch die Integrationsfähigkeit der Flüchtlinge berücksichtigt.

Zur ersten Aufnahme der Flüchtlinge in Friedland erklärt der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann:

„Das Grenzdurchgangslager Friedland ist in Deutschland eine besondere Einrichtung, die von 1945 bis heute von mehr als vier Millionen Menschen als Tor zur Freiheit empfunden wird. Für viele Menschen war und ist Friedland verbunden mit einem hoffnungsvollen Neubeginn und vielen Plänen für die Zukunft. Mit der Teilnahme an den bereits sehr erfolgreich veranstalteten Integrationskursen in Friedland erhöht sich die Chance einer erfolgreichen Integration. Der Schwerpunkt liegt hier auf einer intensiven Sprachförderung. Sprache ist der Türöffner in unserem Land, denn wer ausreichend deutsch versteht und spricht, der kann sich viel einfacher integrieren.“



Während der ersten zwei Wochen in Deutschland werden die Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager Friedland bleiben. Dort werden sie im Rahmen eines festgelegten Schlüssels unter Berücksichtigung familiärer und sonstiger Bindungen auf die Bundesländer verteilt.

Im Anschluss an die Aufnahme in Friedland beginnen die Integrationsmaßnahmen. Damit wird das Ziel verfolgt, den Flüchtlingen eine möglichst schnelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Deutschland zu ermöglichen. Auch werden die Flüchtlinge eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, die sie zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt und die einen ersten Baustein für einen dauerhaften Verbleib in Deutschland darstellt.


Weitere Informationen finden Sie unter www.bmi.bund.de.
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Datum: 19.03.2009 - 17:02 Uhr
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