Neue OZ: Kommentar zu Italien/Monti
ID: 788588
Was macht er da bloß, Italiens zurückgetretener Ministerpräsident
Mario Monti? Einerseits bekundet er, sein Land auch weiterhin durch
die Euro-Krise führen zu wollen. Andererseits möchte er nicht als
Spitzenkandidat einer Partei bei der Parlamentswahl antreten. Das ist
ein gefährliches Spiel.
Monti tut so, als hätten die italienischen Wähler genügend
Alternativen zu ihm. Das ist nicht der Fall. Zwar hat auch der
Populist und Polit-Clown Silvio Berlusconi erneut seine Kandidatur
erklärt. Aber sein Sieg würde die Euro-Krise geradezu automatisch
verschärfen.
Das möchte die Mehrheit der Italiener nicht. Zugleich ist die
Linke in Italien - wie immer - völlig zerstritten. Wer den
Konservativen Berlusconi verhindern will, ist daher auf Monti
angewiesen.
Weil er das weiß, möchte der Wirtschaftsprofessor nicht als
Spitzenkandidat antreten. Denn das hieße, sich in die Niederungen der
Parteipolitik zu begeben. Stattdessen will Monti sein Image als
Technokrat pflegen, der - gleichsam über dem politischen Prozess
schwebend - gar nicht anders kann, als für alle gerechte Reformen
durchzusetzen.
Bisher ist Monti mit diesem Kurs gut gefahren. Ewig lässt der sich
aber nicht durchhalten. In parlamentarischen Demokratien wie Italien
führt der Weg an die Macht nun mal über Parteien. Von Monti wäre es
ehrlicher, den Wählern klar zu sagen, für welche er kandidiert.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.12.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 788588
Anzahl Zeichen: 1736
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 269 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Italien/Monti"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts der Debatte über eine Steuerreform hat die Linke im Bundestag ein eigenes Konzept vorgelegt und fordert radikale Änderungen bei der Einkommensteuer auf Kosten von Spitzenverdienern und Millionären. "Bisher hat sich die Koalition vor allem dadurch ausgezeichnet, Politik für ihre r
Außenminister bedauert, dass er mit seinen Kindern nicht plattdeutsch spricht/Johann Wadephul sieht sich als mächtigsten Plattsnacker der Welt ...
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bedauert, dass er mit seinen Kindern nicht plattdeutsch spricht. "Sie sind auch ein bisschen traurig, dass sie das nicht gelernt haben", sagte er im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (noz). Seine Frau spreche kein Platt. "Das heiß
Außenminister Wadephul bedauert, dass er mit seinen Kindern nicht plattdeutsch spricht ...
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bedauert, dass er mit seinen Kindern nicht plattdeutsch spricht. "Sie sind auch ein bisschen traurig, dass sie das nicht gelernt haben", sagte er im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (noz). Seine Frau spreche kein Platt. "Das heiß
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu USA ...
Weniger Hollywood, mehr Solidität Es klingt dramatisch: Sollten die USA bis Neujahr keine Einigung im Haushaltsstreit erzielen, würden automatisch Steuern kräftig erhöht und die Sozialausgaben gesenkt werden, weil Gesetze aus der Bush- und Clinton-Ära nun auslaufen. Den Vereinigten Staat
Westfalenpost: Weltweiter Umgang im Waffen ...
Weihnachten ist vorüber, und in den Vereinigten Staaten (und nicht nur dort) lagen mutmaßlich wieder abertausende Waffen und Ballerspiele aller Art auf den Gabentischen. Derweil raufen sich die Vereinten Nationen verzweifelt zusammen, um erneut ein weltweites Abkommen zum Waffenhandel auf den
WAZ: 2013 geht es Europa schlecht - Leitartikel von Ulrich Reitz ...
Es steht wirklich schlecht um Europa. Und Besserung im neuen Jahr ist nicht in Sicht. Der Friedensnobelpreisträger leidet. Weshalb ist das so? Und wie kommt es zu dem Widerspruch von äußerem Schein und inneren Elend? Der letzte Europa-Gipfel, auf dem die nächsten großen Reformschritte besch
Westfalen-Blatt: das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum ThemaÄgypten ...
Ob es uns passt oder nicht: Viele Ägypter haben für die Verfassung der Muslimbrüder gestimmt, weil ihnen die politischen Debatten und die damit verbundenen Unruhen unheimlich waren. Zu viele Menschen am Nil wissen noch nicht, mit ihrer Stimme verantwortlich umzugehen. Das müssen sie noch be




