Schließung des Delfinariums Münster verzögert sich auf unbestimmte Zeit ? Kritik am Zoomanagement
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Schließung des Delfinariums Münster verzögert sich auf unbestimmte Zeit - Kritik am Zoomanagement
Eigentlich sollte die tierschutzwidrige Haltung endlich ein Ende haben. Das war überfällig. Aber nachdem für den gestrigen Sonntag die angeblich letzte Show in Münster noch einmal für eine ausverkaufte Halle sorgte, werden die Delfine nun doch noch auf unbestimmte Zeit zu sehen sein. Denn scheinbar ist auch nach über zwei Jahren unklar, wo man die Tiere unterbringen soll. "Das problematische Zuchtmanagement vieler Zoos wird erneut überdeutlich. Die Zoos selbst nehmen gern jeden Euro für die Shows mit, aber wenn es um Tierschutz geht, dann bewegt sich nicht mehr viel, dann herrscht Ratlosigkeit", kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Nach Ansicht der Tierschützer verdeutlicht das Beispiel der Delfine in Münster das Dilemma der Zuchtbemühungen der Zoos unter dem Dach der EAZA: "Überzählige" oder für die Zucht "ungeeignete" Tiere finden keinen Abnehmer. Häufig sind es Männchen, die kaum ein anderer Zoo übernehmen kann oder will. Diese Problematik besteht grundsätzlich für viele Tierarten, unabhängig davon, ob diese - wie z. B. Große Tümmler - im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der EAZA geführt werden. Die in Münster lebenden drei Großen Tümmler bilden eine Junggesellengruppe und sind im Rahmen des EEPs in Münster "geparkt", denn für die Zucht sind vor allem die Weibchen interessant. Zuständig ist der von der EAZA benannte EEP-Koordinator bzw. Zuchtbuchführer.
Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit langem ein Ende der tierschutzwidrigen Gefangenschaft von Delfinen. Aus Sicht der Tierschützer ist es den Tieren dort unmöglich, artgemäße Verhaltensweisen auszuleben. Zahlreiche Todesfälle sind die Folge. Die Delfinarien Duisburg und Nürnberg bestehen weiterhin, deren Haltungsbedingungen genauso problematisch sind. "Wir werden uns daher weiter für ein Ende der Delfinhaltung in Deutschland einsetzen", so Schröder abschließend.
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Datum: 07.01.2013 - 17:21 Uhr
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