Wie leben und arbeiten wir morgen?
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9. Denkanstöße im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK)

(PresseBox) - Mit der Veranstaltungsreihe "Denkanstöße" hat sich die IHK Heilbronn-Franken zum Ziel gesetzt, zu einem bestimmten Themengebiet Impulse zum Nachdenken zu geben. So diskutierten bei der 9. Auflage Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und Erik Roßmeißl von der WITTENSTEIN AG die Leitfrage des Abends "Wie leben und arbeiten wir morgen?". Mit der Morgenstadt-Initiative stellten sie einen Lösungsansatz hierzu vor.
Über 250 Teilnehmer folgten den Ausführungen der Referenten zur "Stadt der Zukunft" und einer "urbanen Produktion". Im Anschluss wurde die Frage "Wie leben und arbeiten wir in der Zukunft" von den Referenten mit SWR-Moderatorin Petra Klein diskutiert.
Morgenstadt - Die Stadt der Zukunft
Seit 2007 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Dieser weltweit zunehmende Urbanisierungsprozess bedeutet große Herausforderungen für die Städte, wie z. B. steigender Energieverbrauch, moderne innerstädtische Mobilitätskonzepte oder die Auswirkungen des demografischen Wandels.
An der Frage, welche Maßnahmen Städte ergreifen müssen um zukunftsfähig zu bleiben, forscht Professor Spath, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). So stellte er mit der sogenannten Morgenstadt-Initiative einen Lösungsansatz für die Stadt der Zukunft vor. Unter der Morgenstadt wird dabei eine Stadt verstanden, die in all ihren Prozessen und Strukturen vollständig CO2-neutral, hochgradig energieeffizient, klimaangepasst und für alle Bewohner lebenswert ist. Derzeit arbeiten 15 Fraunhofer-Institute systematisch und interdisziplinär zur Vorbereitung der Morgenstadt-Initiative zusammen.
Das Comeback der Stadtfabrik
Einen Blick in die Unternehmenspraxis warf daraufhin Erik Roßmeißl, kaufmännischer Leiter der WITTENSTEIN AG. Dass eine Produktion nicht unbedingt mit Lärm, Schmutz und starkem Verkehr verbunden sein muss verdeutlicht das Produktionsgebäude der WITTENSTEIN bastian GmbH in Fellbach.
Gemäß dem Leitgedanken einer urbanen Produktion, befindet sich das Gebäude in Innenstadtnähe und direkter Nachbarschaft zu einer neu erbauten Passivhaussiedlung. Hier entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen Verzahnungstechnik. Durch eine moderne, offene Architektur des Standortes fügt sich das Unternehmen harmonisch in die Wohnumgebung ein. Selbst die Grünanlagen des Unternehmens dürfen von den Nachbarkindern mitgenutzt werden.
Heilbronn als Morgenstadt
Die Themen der Morgenstadt gewinnen auch in Heilbronn an Bedeutung. Mit der positiven Entscheidung für die Bundesgartenschau (BUGA) 2019 in Heilbronn wurden die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Sie bietet die Chance Teile des Stadtgebiets um- und neuzugestalten und als Motor der Stadtentwicklung zu fungieren. IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Schweig: "Der Bau eines neuen Stadtquartiers auf der grünen Wiese bietet Heilbronn ungeahnte Potenziale. Hier könnten die Themen der Morgenstadt aufgegriffen werden und aus der Morgenstadt eine Heutestadt entstehen."
IHK-Jahresthema 2013
Die 9. Denkanstöße stellten gleichzeitig auch die Auftaktveranstaltung zum IHK-Jahresthema 2013 "Infrastruktur - Wege für morgen" der Industrie- und Handelskammern dar. Das Jahresthema informiert über die umfassende Bedeutung von Infrastrukturen und deren nachhaltige Pflege. Ziel ist es, ein Bewusstsein für notwendige Investitionen zu schaffen und Maßnahmen in Wirtschaft und Politik strukturiert voranzutreiben.
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Datum: 15.01.2013 - 17:39 Uhr
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