Vom Luftbild zum Satellitensensor
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Vom Luftbild zum Satellitensensor
Die Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation e.V. feiert im Rahmen ihrer Jahrestagung vom 24. bis 26. März in Jena ihr 100-jähriges Jubiläum. Schirmherr der Veranstaltung ist der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar. Das Ministerium repräsentiert gleich drei der bekanntesten öffentlichen Anwendungsfelder der Fernerkundung, in deren Mittelpunkt die Produktion und Analyse von Luft- und Satellitenbildern steht.
„Im Ressort des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt reicht das Spektrum der eingesetzten Fernerkundungsdaten vom klassischen Orthophoto bis hin zu den unterschiedlichsten Satellitendaten. Seit zwei Jahren wird auch der Einsatz von unbemannten, selbstständig fliegenden Kleinstflugzeugen zur Erfassung von Waldschäden getestet“, so Dr. Volker Sklenar.
„Zukunft mit Tradition“ lautet das Motto der Jubiläumstagung, die einen Ausblick auf die künftigen Herausforderungen und Möglichkeiten der Technologien zur Fernerkundung und Geoinformation geben will. Die Themen kreisen um Flugzeug-Laserscanning, dreidimensionale Stadtmodelle, GIS-Systeme und neue Sensortechnologien an Bord von Satelliten, mit denen unser Planet weit über die optische Erfassung hinaus präzise vermessen und die Umwelt überwacht werden kann. Internetangebote wie Google Earth demonstrieren bereits jedermann anschaulich die Faszination von Luft- und Satellitenbildern. Für die Experten in Jena aber stehen die Datengewinnung und Analyse im Vordergrund, mit denen man Sensordaten der Fernerkundung prozessiert und heute mit Geoinformationstechniken für Umweltschutz und Regionalplanung bewertet.
Die Möglichkeiten sind schier unendlich: Man kann die Entwicklung der Vegetation überwachen und sichere Ernteprognosen abgeben. Kommunen ermitteln mit Hilfe von Luftbildauswertungen den Anteil des versiegelten Bodens und können so die Menge des Regenwassers bestimmen, das nicht versickert, sondern in die Kanalisation geht. Bei großflächigen Katastrophen von Orkanen wie „Kyrill“ über Waldbrände bis zu Überschwemmungen geben allein aktuelle Luft- und Satellitenbilder den Helfern schnelle Informationen über die betroffenen Regionen und den Zustand der Infrastruktur.
URL: www.thueringen.de/de/tmlnu/
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Datum: 24.03.2009 - 15:32 Uhr
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