Erzgebirgsbahn in Sachsen auf Erfolgskurs
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Erzgebirgsbahn in Sachsen auf Erfolgskurs
Modernen Verkehrsdiensleister der DB mit regionaler Ausrichtung / erfolgreiches Geschäftsmodell macht Bahn zum Tourismusmagneten
Bedient werden vier Linien im westsächsischen Raum: Chemnitz–Aue, Zwickau–Johanngeorgenstadt, Chemnitz–Flöha–Olbernhau-Grünthal und Chemnitz–Flöha–Annaberg-Buchholz–Bärenstein. Eine gänzlich neue Herausforderung stellte für die EGB der Betrieb der Drahtseilbahn zwischen Erdmannsdorf und Augustusburg dar. Nach grundlegender Sanierung der historischen Bahn aus dem Jahr 1911 übernahm die EGB im Auftrag des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) im Juni 2006 die Betreiberschaft für dieses touristische Kleinod.
„Unsere Erzgebirgsbahn ist in der Region als Wirtschaftsfaktor und Touristenmagnet nicht mehr wegzudenken. Seit Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten im Dezember 2007 haben wir uns zu einer modernen Bahn und zu einer attraktiven Alternative zum Individualverkehr entwickelt“, hebt Lutz Mehlhorn, Chef der Erzgebirgsbahn, die Bedeutung des regionalen Eisenbahnverkehrsunternehmens deutlich hervor.
„Im Jahr 2002 sind wir mit mittelständischen Strukturen und eigenständiger Betriebsführung mit dem Ziel angetreten, die bisher schwach ausgelasteten und sogar von Stilllegung bedrohten Schienenstrecken in der Region durch kostengünstige Betriebs- und Infrastrukturmaßnahmen zu erhalten und einen attraktiven, auf die Bedürfnisse vor Ort ausgerichteten Bahnverkehr anzubieten“, so Mehlhorn weiter.
Die Erzgebirgsbahn bildet seit dem vergangenen Jahr erstmals auch Lehrlinge in technischen Berufen aus. Im September 2008 nahmen vier junge Leute eine entsprechende Ausbildung auf, auch in diesem Jahr werden wieder vier Auszubildende eingestellt.
Seit Gründung der mittelständischen Bahntochter im Januar 2002 wurden durch den Bund, den Freistaat Sachsen, den VMS und die EGB rund 170 Millionen Euro in den Um- und Ausbau des Streckennetzes sowie in die Installation moderner Leit- und Sicherungstechnik investiert.
Dadurch konnten die Fahrzeiten zwischen Chemnitz bzw. Zwickau und den wichtigen Zentren im Erzgebirge um bis zu 45 Minuten verkürzt werden. So ist man heute zwischen Zwickau und Johanngeorgenstadt rund 20 Minuten, zwischen Chemnitz und Annaberg bzw. Bärenstein rund 30 Minuten, zwischen Chemnitz und Aue sowie zwischen Chemnitz und Olbernhau jeweils etwa 45 Minuten schneller als vor der Sanierung.
Die deutlichen Reisezeitverkürzungen, ein dichtes Fahrplanangebot und der Einsatz von ausschließlich modernen Dieseltriebwagen der Baureihe 642 haben dazu geführt, dass die täglichen Fahrgastzahlen der Erzgebirgsbahn von knapp 1.500 im Jahr 2002 auf durchschnittlich 4.600 im Jahr 2008 verdreifacht werden konnten. An diesen Trend will die Erzgebirgsbahn auch im laufenden Jahr anknüpfen und auf täglich über 5.000 Reisende steigern. Auf allen Strecken wird Montag bis Freitag im Stundentakt, an Wochenenden teilweise im Zweistundentakt gefahren. Den hohen Standard in der Angebotsqualität honorieren auch die Fahrgäste. Sowohl bei bahninternen Erhebungen als auch bei Umfragen des renommierten INFAS-Instituts geben 70 Prozent der Befragten der Erzgebirgsbahn gute bzw. sehr gute Noten.
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Oliver Schumacher
Ansprechpartner zum Thema
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Datum: 25.03.2009 - 16:03 Uhr
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