Luxus-Kaffee aus Thailand: Kaffeebohnen reifen im Elefantenmagen
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Luxus-Kaffee aus Thailand: Kaffeebohnen reifen im Elefantenmagen
Mehr als 700 Kilometer nördlich von Bangkok liegt die Provinz Chiang Rai, in der eine Herde von 25 Elefanten mit Arabica-Kaffeebohnen gefüttert wird. Nach etwa 24 Stunden werden die Bohnen nahezu unverdaut wieder ausgeschieden. Die Magenenzyme schließen bestimmte Eiweiße auf, wodurch sich der Gehalt an Bitterstoffen verringert. Der langsame Gärprozess sorgt für ein einzigartiges blumiges Aroma, während der Geruch an Schokolade erinnert. Der Verzehr der Kaffeebohnen schadet den Tieren nicht, da das Koffein erst beim Kochen der Bohnen freigesetzt wird.
Der Preis ist auf die hohen Herstellungskosten zurückzuführen. Für ein Kilogramm des exotischen Kaffees werden 33 Kilogramm Kaffeebohnen benötigt, erklärt Blake Dinkin, der kanadische Gründer der Firma, auf seiner Internetseite. Viele gehen im Produktionsprozess verloren, etwa wenn die Elefanten schwimmen gehen und dabei ihr Geschäft verrichten. Die Elefantentreiber und ihre Frauen lesen die Bohnen per Hand aus dem Dung. Anschließend werden sie in der Sonne getrocknet und geröstet. Im Jahr 2012 hat die Firma 50 Kilogramm des milden, aromatischen Kaffees produziert. Diese Menge soll in den kommenden Jahren auf bis zu 300 Kilogramm jährlich anwachsen.
Die Kaffeespezialität "Kopi Luwak" ist schon länger auf dem Markt und wird in Indonesien und Vietnam auf ähnliche Weise produziert. Eine Schleichkatze frisst die Bohnen und scheidet sie unversehrt wieder aus, da sie nur das Fruchtfleisch verdauen kann. Der "Katzenkaffee" hat weniger Säure, eine holzige Würze und einen leichten Kakaogeschmack.
Heike Kreutz, www.aid.de
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Datum: 23.01.2013 - 13:01 Uhr
Sprache: Deutsch
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