Bundestag will Erdölquote an der Zapfsäule erhöhen - BEE und VDB warnen vor Aus für Biokraftstof

Bundestag will Erdölquote an der Zapfsäule erhöhen - BEE und VDB warnen vor Aus für Biokraftstoffbranche

ID: 80273

Bundestag will Erdölquote an der Zapfsäule erhöhen / BEE und VDB warnen vor Aus für Biokraftstoffbranche



(pressrelations) - Berlin, 26.03.09: Entgegen aller Bestrebungen zu mehr Klimaschutz und zur Verringerung der Abhängigkeit von knapper werdendem Erdöl will der Bundestag morgen eine Absenkung der Biokraftstoffquote beschließen. Nach den Vorgaben des Umweltausschusses würde der jetzt geltende gesetzliche Marktanteil für Biokraftstoffe rückwirkend zum 1.1. 2009 von 6,25 Prozent auf 5,25 Prozent verringert. Damit erhöht sich der Anteil von klimaschädlichem Erdöl an der Zapfsäule automatisch um ein Prozent. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und der Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) fordern die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ultimativ auf, diese dramatische Fehlentscheidung zulasten von Klima, Nachhaltigkeit und Arbeitsplätzen mit ihren Stimmen noch zu stoppen. Biokraftstoffe seien derzeit die einzige in nennenswertem Umfang verfügbare Möglichkeit, den Anteil Erneuerbarer Energien im Mobilitätssektor wie von der EU gefordert zu steigern.

„Die Absenkung der Biokraftstoffquote wird unter anderem mit Zweifeln an deren Nachhaltigkeit begründet. Dabei ersetzen Biokraftstoffe Treibstoffe aus fossilem Öl, für die es nicht die geringsten Nachhaltigkeitsstandards gibt! Schaut man sich die massiven Umwelt- und Gesundheitsschäden an, die allein durch die Förderung von Erdöl hervorgerufen werden, wird offenbar, dass Biokraftstoffe die nachhaltigere und umweltverträglichere Lösung sind“, erklärt Björn Klusmann, Geschäftsführer des BEE. Die Biokraftstoffquote per Gesetz abzusenken werde zur Folge haben, dass allein im Jahr 2009 über eine Million Tonnen mehr an Erdölprodukten auf den deutschen Markt kämen. „Das bedeutet einen massiven Rückschritt bei der notwendigen Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Quellen“, warnt Klusmann.

Anders als von den Biokraftstoffgegnern behauptet steht nach Angaben der Verbände ausreichend nachhaltig produzierte Biomasse zur Verfügung, um die derzeitige Quote aus heimischen und europäischen Quellen zu erfüllen. So habe die Landwirtschaft allein durch Aufgabe der Flächenstilllegung in der EU Überschüsse in Höhe von 50 Millionen Tonnen produziert, die weder für den Nahrungsmittel- noch für den Futtermittelbedarf absetzbar seien. „Die populistisch geführte Tank-oder-Teller-Debatte erweist sich damit als völlige Fehlinterpretation der Lage. Der Einsatz landwirtschaftlicher Produkte aus EU-Ländern würde vielmehr Landwirten und Unternehmen der Biokraftstoffindustrie helfen, ihre hiesige Produktion auch in Zukunft erhalten zu können“, sagt Johannes Lackmann, Geschäftsführer des VDB.



Schon die Einführung der Besteuerung von Biodiesel habe den Absatz von reinem Biodiesel zusammenbrechen lassen. In der Konsequenz hätten viele Unternehmen der Branche Kurzarbeit oder sogar Insolvenz anmelden müssen. Komme nun noch die Absenkung der Quote hinzu, werde der Absatz von Biokraftstoffen gegenüber 2007 um mehr als ein Viertel zurückgehen. Lackmann: „Wenn der Bundestag die Rahmenbedingungen jetzt ohne zwingenden Anlass weiter verschlechtert, lässt sie einen wichtigen Teil der heimischen Industrie samt wertvollem Know-how und vielen Arbeitsplätzen gegen die Wand fahren. Die Abgeordneten haben das letzte Wort und damit die Chance, das widersprüchlichste Vorhaben seit Beginn der Klimadebatte zu stoppen.“


Pressekontakt:
BEE: Daniel Kluge, Referent für Medien und Politik,
Tel: 030/2758170-15, Fax: -20,
E-Mail: daniel.kluge@bee-ev.de,
Internet: www.bee-ev.de

VDB: Johannes Daum, Referent für Politik,
Tel: 030/726259-10, Fax: -19
E-Mail: daum@biokraftstoffverband.de,
Internet: www.biokraftstoffverband.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Bahngüterverkehr: + 2,8% im Gesamtjahr 2008, aber Rückgang zum Jahresende Motorrad-Industrie gegen technisch einengende EU-Typengenehmigung
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 26.03.2009 - 12:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 80273
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 489 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bundestag will Erdölquote an der Zapfsäule erhöhen - BEE und VDB warnen vor Aus für Biokraftstoffbranche"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Weitere Mitteilungen von Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)


Motorrad-Industrie gegen technisch einengende EU-Typengenehmigung ...
ndsheim (ARCD) – Die geplante Zusammenfassung administrativer und technischer Vorgaben der Typengenehmigung in einer einzigen EU-Richtlinie für motorisierte Zwei- und Dreiräder wird von den Motorrad-Herstellern befürwortet. Dies biete laut europäischem Dachverband ACEM den zusätzlichen Vortei

Bahngüterverkehr: + 2,8% im Gesamtjahr 2008, aber Rückgang zum Jahresende ...
Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, transportierten die Eisenbahnunternehmen auf dem deutschen Schienennetz im Jahr 2008 mit insgesamt 371,3 Millionen Tonnen 2,8% mehr Güter als im Vorjahr. Allerdings verringerte sich das Wachstum - nach Zuwächsen von über 5% im ersten

40 Millionen Pkw in Privathaushalten ...
den - Insgesamt 40 Millionen Personenkraftwagen (Pkw) gab es Anfang 2008 nach den aktuellen Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe in den privaten Haushalten in Deutschland. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der vom 28. März bis 05. April stattfindenden Mess

Ganz ohne Sternenglanz ...
Bei einem aktuellen ADAC-Crashtest hat der neue Brilliance BS4 in puncto Sicherheit alles andere als brillant abgeschnitten. Die Hauptkritik der Tester: Beim Frontalaufprall mit Tempo 64 km/h droht die Fahrgastzelle zu kollabieren. Damit entspricht der Mittelklassewagen aus China etwa dem technische


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z