Kritik an Förderung von Solarstromspeichern unbegründet
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(firmenpresse) - Kaum wurde die Nachricht der Förderung von Solarstromspeichern vom Bundesumweltministerium verkündet, kamen auch schon erste kritische Stimmen. In einem Kommentar von Zeit-Autor Fritz Vorholz bezeichnete der Regensburger Hochschulprofessor Michael Sterner, ein Berater der Bundesregierung in Sachen Energiewende und -speicher, das geplante 50Mio. Euro Förderprogramm als Wahlgeschenk. Felix Matthes, Energieexperte des Öko-Instituts, nannte die Förderung im gleichen Artikel als "teuren Unsinn" an. Begründet wird diese massive Kritik damit, dass wenn der Eigentümer eines Solarstromspeichers, diesen nur aus rein wirtschaftlichen Gründen betreibt, er seinen Strom unter Umständen zu einem Zeitpunkt speichert, wenn das Netz ihn gut gebrauchen könnte (mittägliche Windflaute), um ihn anschließend genau dann zu verbrauchen, wenn das Netz überquillt (abendliches Lüftchen). Anstatt das Netz zu entlasten, wären die kleinen Solarstromspeicher im skizzierten Fall sogar eine Belastung für das Netz.
Stimmen aus der Photovoltaikbranche halten aber dagegen, dass diese Argumente unbegründet sind. Photovoltaikanlagen kombiniert mit Solarstromspeicher leisten sehr wohl einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der öffentlichen Stromnetze. Typische Solarstromspeicher mit einer Ladekapazität von vier bis acht Kilowattstunden werden an einem sonnigen Tag innerhalb weniger Stunden geladen. Gerade in den Mittags- und Abendstunden, zum Zeitpunkt in dem Gewerbe und Industrie den meisten Strom verbrauchen, belasten diese Haushalte das Stromnetz nicht noch zusätzlich. Während der Mittagsstunden wird ein Großteil des Solarstroms direkt, ohne Zwischenspeicherung hergestellt und verbraucht und falls zu wenig Solarstrom zur Verfügung steht aus dem Speicher entnommen. In den Abendstunden wird dann der Strom verbraucht, den das System am Nachmittag gespeichert hat. In beiden Fällen wird das Stromnetz massiv entlastet.
"Die Förderung der Solarstromspeicher sehen wir nicht als Wahlgeschenk, wie vom Regensburger Hochschulprofessor Michael Sterner bezeichnet, sondern als notwendige Unterstützung einer wichtigen Technologie für die zukünftige sichere Energieversorgung, sagt Peter Knuth von Enerix. "Viele Experten denken zu sehr in Großkraftwerken mit kostenaufwendigen Verteilnetzen. Hier werden in den nächsten Jahren Milliarden für den Ausbau der Stromnetze notwendig sein und auf den Steuerzahler und Stromverbraucher umgelegt. Die künftige Stromversorgung muss jedoch dezentral sein. Kleine Solarstromspeicher sind nicht die Lösung der Energiewende, aber ein wichtiger Baustein. Wir haben zudem bei unseren Kunden festgestellt, dass diese ihr gesamtes Energieverhalten überdacht und verändert haben und heute insgesamt weniger Strom verbrauchen als vor der Installation einer Photovoltaikanlage. Man muss die Technik heute fördern damit sie in 10 Jahren in großen Stückmengen zur Verfügung steht. Hätte man vor 10 Jahren auf die Experten gehört, die gegen die Förderung der Photovoltaik oder die anderen erneuerbaren Energien waren, wäre Deutschland nicht Vorreiter in der nachhaltigen Energieversorgung" , ergänzt Knuth.
Weitere Informationen zum Thema Solarstromspeicher unter:
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Datum: 25.01.2013 - 11:22 Uhr
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