Neue OZ: Kommentar zu Mursi
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Es ist nicht weit hergeholt, die Todesurteile gegen 21 Ägypter
wegen Randale nach einem Fußballspiel als politisch motiviert zu
bezeichnen. Schließlich nannte Präsident Mohammed Mursi die Opfer der
Krawalle erst vor wenigen Tagen "Märtyrer der Revolution" - und
entlarvte damit die politische Dimension des Prozesses.
Für das Land am Nil bedeutet der harte Richterspruch eine neue
Welle der Gewalt. Denn zwei Jahre nach dem Sturz des
Langzeitdiktators Husni Mubarak heizen die Todesurteile den ohnehin
brodelnden Groll der Regierungsgegner an. Es ist erschreckend, wie
Ägypten zunehmend im Chaos versinkt: Die Wirtschaft liegt am Boden,
die Währung befindet sich im Sinkflug, immer mehr Ägypter rutschen in
Armut ab. Von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die die
Demonstranten nach Mubaraks Abgang so euphorisch feierten, ist nichts
geblieben. Wie sehr stattdessen Verbitterung und Hass bei denjenigen
grassieren, die sich einst ein neues, ein besseres Ägypten wünschten,
macht Angst - denn es ist kaum einschätzbar, zu welcher Eskalation
ihre Hilflosigkeit sie noch treibt.
Möglich, dass die Wähler ihre Regierung bei den kommenden
Parlamentswahlen abstrafen. Wahrscheinlich ist das aber nicht. Denn
die Oppositionsparteien sind politisch viel zu schlecht organisiert,
um eine echte Alternative zu bieten. So kann Mursi in Ruhe
weitermachen wie bisher - und sich seiner Macht sicher sein.
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Datum: 27.01.2013 - 22:00 Uhr
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