Neue OZ: Kommentar zu Wehrbericht
ID: 805349
Wen wundert's, dass in Deutschlands Truppe Frust grassiert.
Kasernen schließen, Standorte werden gestrichen oder zusammengelegt,
die Soldaten wissen nicht, wo sie morgen dienen werden. Und bei der
Versetzung mangelt es dann nicht selten an Rücksicht auf die
familiäre Situation. Das frisst Energie und Nerven.
70 Prozent der Soldatinnen und Soldaten sind schon im normalen
Dienst Wochenendpendler. Dazu kommen für viele in oft zu kurzen
Abständen und dazu regelmäßig Auslandseinsätze, die das
Familiengefüge weiter belasten. Traurige Folgen: Die Scheidungsquote
ist ungewöhnlich hoch. Kinder zu haben ist oft unmöglich.
Sicher, auch in anderen Berufsgruppen herrschen harte Bedingungen.
Der Seemann, die Krankenschwester im Schichtdienst, der Bauarbeiter
auf Montage oder der Beschäftigte, der sich von einem befristeten
Vertrag zum nächsten hangelt, sind da nur Beispiele. Was Soldatinnen
und Soldaten aber so hart trifft: Es fehlt an Anerkennung für die
Truppe.
Wenn die Bundeswehrangehörigen in den entlegensten Gebieten der
Erde Dienst schieben oder jetzt in Afghanistan erleben, wie eine
ambitionierte Mission letztlich erfolglos abgewickelt wird, gibt es
oft nur Schulterzucken. Es sei schließlich ihr Job - und der sei gut
bezahlt. Angesichts dieser Nichtachtung der Staatsbürger in Uniform
muss der düstere Bericht des Wehrbeauftragten im Höchstmaß
alarmieren.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.01.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 805349
Anzahl Zeichen: 1731
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 195 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Wehrbericht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu ADHS ...
Die Inflation einer Diagnose Wenn mein Kind lieber tobt, als still am Tisch seine Hausaufgaben zu erledigen, ist es dann noch normal oder bereits krank? Schon seit Jahren streiten Experten über die Existenz der Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Neue Zahlen des Barmer-GEK-
Neue OZ: Kommentar zu Dümmer See ...
Dran bleiben Die schwarz-gelbe Landesregierung hat Wort gehalten und vielversprechende Schritte zur Sanierung des Problemsees Dümmer in die Wege geleitet. Das Großprojekt kann aber nur dann gelingen, wenn auch das Kabinett Weil am Ball bleibt. Es darf nicht sein, dass wieder Millionen E
Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur ...
Nur nicht schwarzmalen Wie schnell die Stimmungen schwanken: Noch zum Jahreswechsel erwartete eine Mehrheit der Bundesbürger eine schlechtere wirtschaftliche Lage. Nicht enden wollende Berichte über die Staatsschuldenkrise verdunkelten die Mienen. Wenige Wochen später scheint sich die Sti
Weser-Kurier: Der Bremer "Weser-Kurier" zum Bericht des Wehrbeauftragten: ...
"Solche Zustände sind nicht die Regel - aber sie sind schlecht für das Image. Ganz zu schweigen von zuweilen gnadenlosen Weckzeiten und fehlenden Pendlerunterkünften. Oder wenig familienfreundlichen Strukturen - die Trennungs- und Scheidungsraten von Bundeswehrangehörigen liegen weit ü




