Böhmer: "Deutschland ist ein Einwanderungsland!
ID: 805697
Böhmer: "Deutschland ist ein Einwanderungsland!"
"Die Zahlen des Migrationsberichts 2011 belegen: Deutschland ist heute ein Einwanderungsland. Und das ist gut so! Denn wir brauchen Fachkräfte. Die Zuwanderung kann uns stärken, wenn wir sie richtig gestalten. Wir dürfen deshalb die Fehler vergangener Jahrzehnte nicht wiederholen und die Zuwanderer sich selbst überlassen. Zuwanderung und Integration müssen stets zusammengedacht werden", betonte Staatsministerin Böhmer anlässlich der Verabschiedung des Migrationsberichts 2011 durch das Bundeskabinett.
Laut Bericht gab es 2011 insgesamt 280.000 mehr Zuzüge als Fortzüge. Besonders in den Blick rückt die verstärkte Zuwanderung von Menschen aus EU-Mitgliedsstaaten. 62,1 Prozent aller Zuwanderer nach Deutschland kamen 2011 aus einem anderen EU-Land. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Polen, Rumänien und Bulgarien. Gestiegen ist auch die Zahl der Zuzüge aus EU-Ländern, die besonders von der Finanzkrise betroffen sind.
"Integration gelingt auch bei Zuwanderern aus der EU nicht von alleine. Zudem sind sie keine homogene Gruppe. Viele von ihnen sind gut ausgebildet und erhoffen sich in Deutschland bessere berufliche Perspektiven als in ihrem Heimatland. Andere kommen ohne qualifizierten Abschluss nach Deutschland; sie sind Teil einer zunehmenden Armutswanderung innerhalb der EU. Deshalb ist es entscheidend, intensiver spezifische Integrationsangebote zu entwickeln", erklärte Böhmer.
"Von zentraler Bedeutung sind folgende drei Punkte:
- Das A und O einer gelingenden Integration sind gute Deutschkenntnisse. Auch wer gut ausgebildet ist, muss die deutsche Sprache beherrschen, um sich umfassend integrieren zu können. Deshalb setze ich mich für einen Rechtsanspruch von EU-Bürgerinnen und Bürgern auf eine Teilnahme an einem Integrationskurs ein. Zudem müssen auch die berufsbezogenen ESF-Sprachkurse verstärkt Zuwanderern aus der EU offen stehen.
- Gefordert sind jedoch auch die Arbeitgeber. Sie sollten ebenfalls ihre Anstrengungen intensivieren, die Integration von EU-Zuwanderern voranzubringen. Ein fester Arbeitsplatz reicht nicht aus, um sich in unserem Land wohlzufühlen. Viele Arbeitgeber engagieren sich bereits tatkräftig: Sie bieten eigene Sprachkurse für ihre Mitarbeiter an, helfen bei der Betreuungssituation der Kinder oder unterstützen den Ehepartner bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Dieser Einsatz ist vorbildlich und gelebter Ausdruck einer Willkommensgesellschaft!
- Die verstärkte Armutszuwanderung stellt insbesondere die Schulen vor große Herausforderungen. Sie dürfen keinesfalls alleine gelassen werden! Die Länder sind in der Pflicht, in den Schulen bessere Bedingungen zu schaffen, sodass Kinder, die kaum über Deutschkenntnisse verfügen, schnell den Bildungsanschluss finden können. Notwendig sind vor allem mehr Lehrerstunden für das Erlernen der deutschen Sprache. Zugleich müssen die Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Aus- und Fortbildung besser auf die zunehmende Vielfalt in den Klassen vorbereitet werden", forderte Staatsministerin Böhmer.
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Dorotheenstr. 84
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 01888 / 272 - 0
Telefax: 01888 / 272 - 2555
Mail: InternetPost@bundesregierung.de
URL: http://www.bundesregierung.de/
PresseKontakt / Agentur:
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Dorotheenstr. 84
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 01888 / 272 ? 0
Telefax: 01888 / 272 ? 2555
Mail: InternetPost(at)bundesregierung.de
URL: http://www.bundesregierung.de/
Datum: 30.01.2013 - 12:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 805697
Anzahl Zeichen: 3670
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 307 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Böhmer: "Deutschland ist ein Einwanderungsland!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesregierung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der stellv. Sprecher der Bundesregierung, Georg Streiter, teilt mit: Die Bundeskanzlerin empfängt am Dienstag, den 12. Januar 2016, um 12:15 Uhr den algerischen Ministerpräsidenten Abdelmalek Sellal mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. Bei einer anschließenden Unterredung im Rahm
Bundeskanzlerin Merkel empfängt Teilnehmerinnen und Teilnehmer der internationalen Berufsweltmeisterschaft ...
Die stellv. Sprecherin der Bundesregierung, Christiane Wirtz, teilt mit: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Dienstag, den 3. November 2015, um 14:00 Uhr im Bundeskanzleramt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der deutschen Mannschaft der internationalen Berufsweltmeisterschaft WorldSkills beg
Bundeskanzlerin Merkel empfängt den bolivianischen Präsidenten Morales ...
Die stellv. Sprecherin der Bundesregierung, Christiane Wirtz, teilt mit: Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt am Mittwoch, 4. November 2015 um 12:00 Uhr den bolivianischen Präsidenten Evo Morales mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. Bei einem gemeinsamen Mittagessen stehen die bil
Weitere Mitteilungen von Bundesregierung
Fonds-Ampel 2012 zur Altersvorsorge: Die Top-Fonds investierten in Aktien aus Deutschland und Europa ...
Heidelberger Lebensversicherung legt "5R"-Jahresbilanz für 2012 vor Heidelberg (30.01.2013) - Welche Fonds eignen sich am besten für die Altersvorsorge? Dieser Frage stellt sich die Heidelberger Leben Quartal für Quartal. Jetzt hat der Spezialist für fondsgebundene Altersvorsorge-
'Schlachthof': Neues Kabarettformat mit Altinger und Springer ...
Diese beiden sind ein Garant für hochkarätiges Kabarett: Michael Altinger, das Schlitzohr unter den bayerischen Kabarettisten, und Christian Springer, der Meister der Aktualität. Zusammen werden sie im "Schlachthof" 45 Minuten rasante Live-Satire liefern, die ihresgleichen sucht: aktu
'Kontrovers' - HRE: Steuerzahler-Millionen für leere Büros ...
Experten werfen der verstaatlichten Hypo Real Estate vor, bei der Vermarktung der von ihr langfristig angemieteten Büro-Immobilie in der Münchner Innenstadt schwere Fehler gemacht zu haben, die den Steuerzahler bis heute viele Millionen kosten. Das belegen Recherchen des BR-Politikmagazins "
Bayern 2 radioWelt-Interview - Lindner: 'Die Debatte muss geführt werden' ...
Der nordrhein-westfälische Landeschef der FDP, Christian Lindner, begrüßt die Diskussion um Sexismus in der Gesellschaft, die ein kritischer Bericht über den liberalen Spitzenkandidaten Rainer Brüderle ausgelöst hat: "Die Debatte ist, unabhängig vom Anlass, wichtig und muss geführt we




