Bienenschutz benötigt eine fundierte wissenschaftliche Basis /
Syngenta kritisiert Vorschlag der EU-Kommission
ID: 807561
Syngenta kritisiert den von der EU-Kommission vorgelegten Vorschlag
zur Regulierung von drei Wirkstoffen aus der Gruppe der
Neonikotinoide als unangemessen und bezeichnet ihn als politisch
motiviert. Die Kommission schlug gestern einen zweijährigen
Zulassungsstopp für die Anwendung in bienenattraktiven Ackerkulturen,
darunter Mais, Raps und Sonnenblumen, vor. Dabei stützte sie sich auf
eine kürzlich von der europäischen Sicherheitsbehörde EFSA
veröffentlichte Bewertung zur Bienensicherheit. Diese hatte Syngenta
bereits als wissenschaftlich nicht belastbar bezeichnet.
Dem Vorschlag der Kommission fehlt nach Einschätzung des
Unternehmens die wissenschaftliche Basis. Die Geschäftsleitung ist
deshalb nicht überrascht, dass die Mehrzahl der Mitgliedsstaaten der
Kommission die Gefolgschaft verweigerte. Syngenta appelliert an die
Mitgliedsstaaten, alle vorliegenden Erkenntnisse in die Debatte
einzubringen und weiterhin auf eine wissenschaftliche Bewertung zu
drängen. Jede überstürtzte Entscheidung gefährdet die
Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft, ohne den
Bienenschutz auch nur einen Schritt weiter zu bringen.
"EFSA hat nicht alle vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse
herangezogen, Daten selektiv bewertet und Erkenntnisse aus der
landwirtschaftlichen Praxis nicht berücksichtigt", sagte Hans Theo
Jachmann, Geschäftsführer der Syngenta Germany GmbH. Zudem habe die
Behörde nach einem wissenschaftlich nicht anerkannten Standard
bewertet. "Anders als in etlichen Veröffentlichungen geschil-dert,
hat die Behörde keine neuen Studienergebnisse, sondern eine
mangelhafte Literaturrecherche präsentiert", so der Geschäftsführer.
Immerhin werden Neonikotinoide seit mehr als 15 Jahren in der
Landwirtschaft eingesetzt. Die inzwischen erreichte Aussaatfläche
beträgt in Europa mehrere Millionen Hektar. Die Produkte wurden im
Rahmen des Zulassungsverfahrens und eines intensiven
Begleitforschungsprogramms, das auch besonders die Frage der
Bienensicherheit einschloss, auf Herz und Nieren geprüft. Bei
korrekter Anwen-dung haben Neonikotinoide keinen negativen Einfluß
auf die Bienengesundheit. Dies wird auch durch die in der Praxis
durchgeführten Monitoring-Studien bestätigt.
Syngenta ist ein weltweit führendes Unternehmen mit mehr als 26
000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 90 Ländern mit einem
gemeinsamen Ziel: Bringing plant potential to life. Durch
erstklassige Forschung, unsere globale Präsenz und die enge
Zusammenarbeit mit unseren Kunden helfen wir, die Ernteerträge und
die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern, und tragen dazu
bei, die Umwelt zu schützen sowie die Gesundheit und Lebensqualität
zu verbessern. Weitere Informationen unter: www.syngenta.com oder
www.syngenta.de.
Pressekontakt:
Peter Hefner
Pressesprecher
Syngenta Agro GmbH
Am Technologiepark 1-5
63477 Maintal
Tel.: 06181-9081-348
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Datum: 01.02.2013 - 13:07 Uhr
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