Neue OZ: Kommentar zu PID
ID: 807902
Präimplantationsdiagnostik (PID), Abtreibung, Sterbehilfe - mit
wenigen Themen tut sich der Gesetzgeber so schwer wie mit jenen, die
Beginn und Ende des Lebens betreffen. Was einst allein die Natur
entschied, liegt heute im Einflussbereich des Menschen - und stellt
sowohl die Politik als auch jeden Einzelnen vor existenzielle Fragen,
die mit großer Behutsamkeit diskutiert werden müssen.
Das hat der Bundestag getan, bevor der Bundesrat nun über die neue
Verordnung zur PID abgestimmt hat. Nach dem Ja der Länder wird es
künftig in Deutschland erlaubt sein, künstlich erzeugte Embryonen auf
genetische Defekte hin zu untersuchen.
Gerade weil die Medizin inzwischen sehr viel ermöglichen kann,
sind genaue Grenzen notwendig. Es muss sich zeigen, ob diese im Fall
PID konkret genug formuliert sind. Denn die Gefahr einer Fehlgeburt
steigt zum Beispiel auch, je älter eine Frau ist. Niemals darf die
umstrittene Diagnostik zur Routine werden.
Begrüßenswert ist es, dass nun Rechtssicherheit für Ärzte und
Eltern herrscht. Wie in der Debatte über Sterbehilfe schwebt aber
weiter die Frage über der neuen Verordnung, ob ein Mensch darüber
entscheiden darf, inwieweit ein Leben lebenswert ist. Denn trotz
aller Einschränkungen: Bei der PID wird menschliches Leben
vernichtet, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Auch wenn
Ehepaaren so eine Entscheidung sicher schwerfällt, ist sie dennoch
eine Selektion.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.02.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 807902
Anzahl Zeichen: 1765
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 228 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu PID"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Schauspielerin Victoria Trauttmansdorff ("Nord Nord Mord") legt den ungewöhnlichen Anfang ihrer langjährigen Ehe offen: "Er war mein Regisseur in Stuttgart und hat mir nach einer Feier angeboten, mich mit dem Taxi nach Hause zu bringen. Ich habe dankend angenommen und im Taxi ha
Ralf Schumacher & Étienne Bousquet-Cassagne: "Ein großer Vorteil, dass wir nicht dieselbe Sprache sprechen" / Klares Statement zu Ex-Frau Cora Schumacher - Bilanz zwei Jahre nach dem C ...
Étienne Bousquet-Cassagne, der Verlobte von Ralf Schumacher, sieht in der Sprachbarriere einen wesentlichen Grund für die Harmonie in ihrer Beziehung: "Es ist auch ein großer Vorteil, dass wir nicht dieselbe Sprache sprechen", sagte Bousquet-Cassagne der "Neuen Osnabrücker Zeitung
re:publica-Gründer Andreas Gebhard: "Twitter gibt es nicht mehr" - Kritik am Einsatz von iPads in Schulen / "Wir haben uns von X verabschiedet - ich empfehle jedem, dasselbe zu tun&quo ...
Andreas Gebhard, Gründer der Digital-Konferenz re:publica, plädiert nach der Übernahme der Plattform Twitter durch Elon Musk für eine klare sprachliche Trennung vom Nachfolgedienst. "Man muss natürlich X sagen. Es heißt anders, weil es etwas anderes ist. Der Name ist anders, der Eigentüm
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Westfalenpost: Riskante Initiative Kommentar von Lorenz Redicker zu den Beamtenpensionen ...
Attraktiver also soll der Staatsdienst werden - und zwar, indem man den Beamten den Wechsel in die Privatwirtschaft erleichtert. Das hört sich nicht nur paradox an, es könnte auch nach hinten losgehen: Junge, hoch qualifizierte Fachleute kommen trotzdem nicht - der Staat bietet ja nicht mehr a
Westfalenpost: Die Sorge gilt nicht dem Wechselkurs Kommentar von Stefan Pohl zur Stärke des Euros ...
Es ist schon paradox. Der Euro beherrscht seit Wochen und Monaten die Schlagzeilen in allen Medien. Aber immer, wenn von Krise die Rede ist, geht es um Euro-Schuldenstaaten, um Griechenland, Portugal, Spanien und Italien, um die Zukunft der Gemeinschaftswährung. Längst vorbei scheinen die Zeite
Weser-Kurier: Zu den Koalitionsverhandlungen von Rot-Grün in Niedersachsen schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 2. Februar 2013: ...
Wahrscheinlich war tatsächlich alles Friede, Freude, Eierkuchen. Was nicht wundern dürfte, beherzigten die Verhandlungsführer von Rot und Grün doch eine alte Übungsleiter-Weisheit: Vom Leichten zum Schweren. Mit den Themenfeldern Bildung und Wissenschaft zu beginnen, war so nur folgerichti
RNZ: Sorgerecht/ledige Väter: "Unausgegoren" ...
Von Sebastian Riemer Die deutsche Gesellschaft wandelt sich seit Jahrzehnten. Kaum etwas hat sich seit den 50er Jahren so gründlich verändert wie die Bedeutung der Ehe - und damit auch die Akzeptanz unehelicher Kinder. Nur eines blieb all die Jahre im Kern gleich: das Sorgerecht. Eine Refo




