Neue OZ: Kommentar zu Mali/Hollande
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Der Mali-Einsatz diente von Anfang an nicht allein dem Kampf gegen
Terroristen, sondern auch der französischen Innenpolitik. Besonders
deutlich zeigt das der Besuch von François Hollande in dem
afrikanischen Land: Die Bilder von jubelnden Menschen kommen in der
Heimat des Präsidenten gut an. Vergessen ist für einen Augenblick,
dass Hollande viele Landsleute als Staatschef bisher enttäuscht hat.
Mali ist der erste große Erfolg des Präsidenten. Er fördert das
Bild eines Politikers, der schnell und entschlossen handelt. Diese
Sichtweise ist aber unvollständig. Sie unterschlägt, dass Hollande
vor allem in der Euro-Krise sowie bei wichtigen Wirtschaftsreformen
bisher als Zauderer aufgefallen ist. Außerdem geht im Pulverdampf der
Militärerfolge unter, dass die Zukunft Malis völlig offen ist. Wer
soll den Frieden dort künftig sichern? Etwa die afrikanische
Eingreiftruppe, die bisher nicht mehr als eine Idee ist? Und wer soll
dafür zahlen?
Zu solchen Fragen war von Hollande in Mali auffallend wenig zu
hören, was den Eindruck verstärkt, dass es ihm vor allem um die
Bilder für zu Hause ging.
Zweifellos ist der französische Militäreinsatz für die Bewohner
des afrikanischen Landes ein Segen. Für die internationale
Staatengemeinschaft beginnt die Arbeit aber gerade erst. Sie darf
sich nicht nur auf Sicherheitsfragen beschränken, sondern muss auch
soziale Probleme ins Auge fassen, um die Wurzeln des Terrors
auszureißen.
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Datum: 03.02.2013 - 22:00 Uhr
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